Schüsse in Straßburg

APA/AFP/FREDERICK FLORIN (FREDERICK FLORIN)

Tote und Verletzte

Drei Tote, zwölf Verletzte 

Bei dem Anschlag am Straßburger Weihnachtsmarkt sind nach neuen Angaben des Innenministeriums drei Menschen getötet worden. 13 Menschen wurden verletzt, wie der französische Innenminister Christophe Castaner in der Nacht zum Mittwoch in Straßburg sagte. Zuvor gab es unterschiedliche Angaben über Opferzahlen.

Keine Österreicher unter den Opfern 

Unter den Opfern des Angriffs sind nach bisherigen Erkenntnissen keine Österreicher. Das teilte das Außenministerium der APA mit. Das Außenamt aktualisierte die Reisehinweise auf seiner Homepage aus dem aktuellen Anlass: "Bewaffneter Zwischenfall in Straßburg. Meiden Sie das Zentrum und folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte", hieß es dort. 

Der ORF-Journalist Peter Fritz, der sich aktuell in Straßburg aufhält, berichtete von den Ereignissen. Laut seines Berichts in der ZIB2 dürfte es sich bei einem der Todesopfer um einen thailändischen Touristen handeln.


Weihnachtsmarkt bleibt geschlossen

Am Mittwoch bleibt der Weihnachtsmarkt geschlossen. Auch die kulturellen Einrichtungen der Stadt öffnen nicht, wie es in einer Mitteilung der Stadt am frühen Mittwochmorgen hieß.

Frankreich erhöht Terrorwarnstufe

Nach der tödlichen Attacke auf den Straßburger Weihnachtsmarkt hat die französische Regierung die höchste Terrorwarnstufe für das Land ausgerufen. Im Zuge des Anti-Terror-Plans Vigipirate wurde die Warnstufe auf das höchste Niveau "urgence attentat" (etwa: "Notfall Anschlag") angehoben, wie Innenminister Christophe Castaner in der Nacht auf Mittwoch in Straßburg sagte.

Bisher galt in Frankreich die zweithöchste Stufe "Verstärkte Sicherheit - Anschlagsrisiko". Auf allen französischen Weihnachtsmärkten würden die Sicherheitskontrollen verschärft, um Nachahmungstaten zu verhindern, sagte Castaner. Auch die Grenzkontrollen sollen verstärkt werden. Außerdem würden die Soldatenpatrouillen in Frankreich ausgeweitet.

Täter sei der Justiz bekannt gewesen

Bei der Flucht hätte sich der Angreifer zwei Mal Schusswechsel mit Sicherheitskräften geliefert, sagte Castaner. An der Suche nach dem 29-Jährigen seien derzeit 350 Sicherheitskräfte beteiligt. Unterstützt wurden diese unter anderem von zwei Hubschraubern.

Der Mann sei der französischen Justiz bekannt gewesen, sagte Castaner. Demnach wurde er in der Vergangenheit auch in Deutschland verurteilt.

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