Sahara-Staub & Blutregen

Gut als Dünger, schlecht zum Abwischen

Der Saharastaub ist zurück


In Marokko hat es am Montag (28.03.) einen starken Sandsturm gegeben und schon am nächsten Tag schwirren die Sandpartikel bei uns in Kärnten herum. Wie das funktioniert, welche Auswirkungen das hat und wie du ihn am besten wieder wegbekommst, haben wir für dich zusammengefasst:



Warum und wie oft kommt Saharastaub zu uns?

Saharastaub bei uns in Kärnten ist nichts Ungewöhnliches. Wenn über Nordafrika ein starkes Tiefdruckgebiet liegt, dann kommt es dort zu kräftigen Winden und die wirbeln dann ganz viele Sand- und Staubteilchen auf. Und je kleiner die Teilchen sind, desto höher steigen sie in die Atmosphäre rauf. Und wenn die Luftströmung perfekt passt und gegen den Uhrzeigersinn ist, dann werden die Sandpartikel mit der Südströmung bis zu uns nach Kärnten gewirbelt. Das dauert meistens ein paar Tage. Je nachdem wie stark der Wind ist. Bei einem sehr kräftigen Tief über Nordafrika kommt mehr Staub, bei einem weniger kräftigen, weniger. Und so wie es Jahre mit mehr Regen oder weniger Regen gibt, so gibt es auch Jahre mit mehr Saharastaub oder weniger Saharastaub. Je nachdem wie die Wetterbedingungen zusammenspielen.

Besonders intensive Verfärbung

Beim Sonnenauf- oder Sonnenuntergang werden die Lichtstrahlen anders gebrochen und da kann der Himmel dann nochmal besonders Rot erscheinen. Wegen der hohen Staubkonzentration im Himmel wird aber auch die Sonne etwas gedämmt, also es kann um ein, zwei Grad frischer sein.

Was ist Blutregen?

Wenn Saharastaub in der Luft liegt und es dann regnet, nennt man das Blutregen. Der Regen spült dann quasi den ganzen Staub zu Boden und verfärbt sich dadurch rot-orange. Und setzt sich Saharastaub zum Beispiel auf Schnee ab, nennt man das dann Blutschnee. Und je eisenhaltiger der Saharastaub ist, desto dunkler ist die Rotfärbung.

Saharastaub als guter Dünger

Saharastaub beinhaltet viele Mineralstoffe, wie Calcium oder Magnesium, und gilt deswegen als guter Dünger.

Aufpassen beim Abwischen

Vor allem bei Glas oder Lack kann es schnell zu Kratzern kommen, wenn wir den Saharastaub mit einem trockenen Tuch abwischen. Weil es ja doch Sandkörner sind. Also am besten immer zuerst die Fläche gut mit Wasser abspülen und dann erst wischen.

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