Safer Internet Day

Das kann Cybermobbing anrichten

Am 5. Februar steht ganz im Zeichen der Gefahren und der Sicherheit im Internet. Die Zahlen im Bereich der Kriminalität im Netz steigen leider immer weiter an. Im Jahr 2017 wurden in Kärnten 895 Fälle von Internet-Kriminalität angezeigt – das sind um 34% mehr als im Jahr davor. Die Zahlen für das Jahr 2018 wurden noch nicht veröffentlicht, es wird aber von einem weiteren Anstieg ausgegangen.

Gefahren im Internet…

Cybermobbing

Im Jahr 2010 hat das Schicksal des damals 13-jährigen Joel aus Klagenfurt alle schockiert. Der Schüler wurde von Klassenkameraden nicht nur in der Schule gemobbt, sondern auch über Facebook. Das Ganze ging so weit, bis sich Joel eines Tages das Leben nahm.

Seine Mutter Michaela kämpft seither darum, dass in Schulen vorsorglich gegen Cybermobbing gearbeitet wird und sie setzt sich außerdem für Aufklärung zu diesem Thema ein.

Dieser Kurzfilm über das Schicksal von Joel wurde von Studenten der Alpen Adria-Universität Klagenfurt produziert und soll zeigen, was Mobbing anrichten kann:


Aber was wird in Kärntens Schulen gegen Cybermobbing getan?

In Kärnten gibt es eine Arbeitsgruppe die von der Bildungsdirektion organisiert wird und aus der Kinder- und Jugendanwaltschaft, Schulärzten, Polizei, Neuropsychologen, Mitarbeitern der Bildungsdirektion und Schulpsychologen besteht.

Diese Arbeitsgruppe organisiert unter anderem Workshops zum Thema Mobbing und Cybermobbing für Schüler, Eltern und Lehrer.

Um die Aufklärungsarbeit im Bereich Cybermobbing voranzubringen, finden laufend Fortbildungen für Lehrer statt, im letzten Jahr gab es erstmals einen verpflichtenden Workshop, an dem zwei Lehrer pro Schule teilnehmen mussten.

Die Fälle von Cybermobbing steigen. Im Jahr 2010 war jeder 10. Schüler betroffen, mittlerweile ist rund jeder 4. Schüler einmal Opfer von Cybermobbing-Attacken.

Laut Experten sind 25% aller Schüler in ihrer Schulzeit einmal von Mobbing betroffen.

Österreich befindet sich bei den Mobbing-Zahlen weit oben auf der Liste zu finden. Zwar ist in den letzten Jahren die Anzahl der Mobbingfälle nicht unbedingt gestiegen – die Intensität steigt aber an.

Die Opfer von Cybermobbing werden auch immer jünger. Eigentlich dürften Soziale Netzwerke wie „Facebook“, etc. erst ab 14 Jahren genutzt werden – es werden aber immer mehr Fälle bekannt, in denen die Mobbingopfer erst 9 oder 10 Jahre alt sind.

Das Hauptproblem ist, das sich Mobbing mittlerweile nicht mehr auf die Schule begrenzt, sondern die Opfer auch in die Freizeit begleitet – „Jeder der ein Handy hat kann mobben

Langfristiges Ziel der Schulpsychologen ist es, den Schülern soziale Kompetenzen für das Internet beizubringen. Digitale Kompetenz bringen sie schon genug mit, jetzt muss noch verstanden werden, dass auf der anderen Seite vom Computer auch ein verletzlicher Mensch sitzt.

Schüler die Mobbing ausgesetzt sind haben in Kärnten die Möglichkeit sich beim Lehrer ihres Vertrauens, beim Internet-Ombudsmann, bei Rat auf Draht oder bei Safer Internet Hilfe zu suchen.


Phishing Mails

Das sind E-Mails durch die Betrüger versuchen an deine persönlichen Daten zu kommen. Egal ob Gewinnspiele („Herzlichen Glückwunsch! Sie haben 1.000 Euro gewonnen“) oder gefälschte E-Mails von Banken („Bestätigen Sie hier Ihre Zugangsdaten“) – ein falscher Klick kann großen Schaden anrichten. Nicht nur, dass Viren deinen Computer befallen können, ganze Ordner könnten verschlüsselt oder dein Bankkonto leergeräumt werden.

Deshalb solltest du folgendes beachten…


Unsichere Passwörter

Kaum zu glauben, aber 123456, hallo und passwort gehören zu den beliebtesten Passwörtern des vergangenen Jahres. Schlimm – wenn man überlegt welche oft sogar wichtigen Daten wir mit Passwörtern am Computer oder im Internet schützen wollen.

Folgende Tipps gibt es für das Erstellen von Passwörtern…

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