Regeln für den "Schulstart"

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Es geht wieder in den Vollbetrieb

Es dürfte sich wohl ein bisschen so anfühlen, wie der erste Schultag im September. Die Kärntner Oberstufen-Schüler sehen am Montag erstmals nach über einem halben Jahr alle Klassenkameraden wieder - die Schulen starten in den Vollbetrieb.

Die Sicherheitsstandards sind aber hoch: Mit drei Selbsttests pro Woche, die dann auch als Eintritts-Tests zählen und Maskenpflicht im Unterricht geht es aber sofort wieder 5 Tage pro Woche in die Schule.

Fragen und Antworten zu den Regeln in der neuen "Normalität"


1. Welche Tests werden verwendet und wie läuft das Test-Procedere ab?
In den ersten beiden Klassen der Volksschulen ändert sich nichts: Die Kinder benutzen "Nasenbohrer-Tests" mit Klappkarten zum Auswerten. Ab Juni steigt man ab der dritten Klasse auf etwas komplizierter zu handhabende, aber sensiblere Tests um. In den höheren Schulstufen werden diese Tests bereits verwendet.

In vielen Schulen wird direkt in den Klassen getestet, einige größere Schulen haben eigene Mini-Teststraßen eingerichtet.

2. Welche Hygienemaßnahmen gelten in den Schulen?
Schüler der Oberstufe tragen weiterhin FFP2-Masken auch im Unterricht. Schüler der Mittelschulen und AHS-Unterstufen tragen Mund-Nasen-Schutz, auch im Unterricht. Regelmäßige Maskenpausen sind vorzusehen. Volksschüler tragen Mund-Nasen-Schutz im Normalfall nur außerhalb der Klassen- und Gruppenräume. Für Lehrer gilt: Sie tragen FFP2-Masken bzw. nach entsprechender Testung einen Mund-Nasen-Schutz.

3. Können Schulen auch wieder geschlossen werden?
Ja, das ist möglich, wenn das Infektionsgeschehen es erforderlich macht: Die Schulbehörde kann dann ganze Schulen oder einzelne Klassen schließen.

4. Dürfen Turnsäle genutzt werden und wenn ja, in welcher Form?
Faßmann hat in der Kleinen Zeitung erklärt, Turnsäle dürften ohnehin bereits genutzt werden. Doch nicht alle Schulen scheinen dies zu wissen, in manchen wird noch immer gänzlich auf den Sportunterricht verzichtet. Laut jüngsten Erlass findet der Sportunterricht "nach Möglichkeit im Freien statt", Turnsaalnutzung ist also nicht ausgeschlossen. Die Schüler tragen Sportkleidung, "außer das Umziehen kann nicht unter Einhaltung der Präventions- und Hygienemaßnahmen erfolgen".

5. Ist Fußball und Co. wieder erlaubt?
Kontaktsportarten (Ballsport, Teamsportarten usw.) und Sportarten, bei denen es zu Kontakt kommt (z.B. beim Helfen und Sichern), sind dann zulässig, wenn der 2-Meter-Abstand nur kurzfristig unterschritten wird. Untersagt sind jene Sportarten wie Kampfsport oder Akrobatik, bei denen Schüler über einen längeren Zeitraum in direktem Kontakt stehen.
Ist Schwimmen im Lehrplan, so ist dies "unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten prioritär zu behandeln".


6. Was ist mit Musikunterricht?
Singen und Musik mit Blasinstrumenten ist weiterhin im Freien erlaubt.

7. Welche Ausflüge sind jetzt wieder erlaubt?
Eintägige Schulveranstaltungen wie ein Wandertag sind möglich, das Risiko muss abgewogen und die Hygienebestimmungen eingehalten werden. Mehrtägige Schulveranstaltungen sowie schulbezogene Veranstaltungen mit Übernachtung sind weiter verboten. Verkehrspraktische Übungen und die Radfahrprüfung können mit Hygienekonzept abgehalten werden.

Wichtig für die Planung des nächsten Schuljahres: Der COVID-19-Schulveranstaltungsausfall-Härtefonds steht im Schuljahr 2021/22 nicht mehr zur Verfügung. Damit wurden bisher Stornokosten übernommen.

8. Dürfen Vereine und andere externe Vortragende (Sexualpädagogik, Gewaltprävention etc.) wieder an die Schulen?
Laut neuestem Erlass des Ministeriums: Ja, aber nur im Freien und unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen.

9. Darf es Sprechstunden für Eltern geben?
Ja, das ist nun wieder direkt an den Schulen möglich. Empfohlen wird weiterhin die virtuelle Form mittels Videochat.

10. Was, wenn ein Kind sich nicht testen lässt?
Es gilt nach wie vor: bis zum 14. Lebensjahr müssen Eltern dem Selbsttest in der Schule zustimmen. Geschieht das nicht, dürfen Kinder auch nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. "Auch das Betreuungsangebot kann nicht in Anspruch genommen werden", heißt es von der Bildungsdirektion. Zuletzt haben österreichweit rund 10.000 Schüler die Testung verweigert. Diese Kinder befinden sich dann im Heimunterricht. In der Steiermark waren es vergangene Woche 0,9 Prozent der gesamten Schülerschaft.


Quelle: Kleine Zeitung

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