Pollen-Saison

Allergien behandeln und erkennen

Während sich viele über das schöne Wetter freuen, beginnt für so manche eine Zeit voller Taschentücher und tränenden Augen. Schuld daran sind die Pollen. 

15 Prozent der Kärntner haben mit den Symptomen einer Pollenallergie zu kämpfen – Tendenz steigend. Ausgelöst wird eine Pollenallergie durch Blütenstaub von Pflanzen. Da die Pollen eingeatmet werden, gehört diese Allergieform zu den Inhalationsallergien. Vor allem die Gräserpollen machen den meisten zu schaffen.

POLLEN-KALENDER

Hasel und Erle treiben den Allergikern frühzeitig Tränen in die Augen. Schuld daran ist das warme und trockene Wetter. Darauf folgen dann die Birkenpollen, die auch von vielen Steirern nicht vertragen werden. Darum haben wir für dich mit dem Universitätsprofessor Dr. Werner Aberer gesprochen und uns die Antworten zu den FAQs der Pollenallergiker geholt.

WIE ERKENNE ICH EINE ALLERGIE?

Die Symptome können ganz unterschiedlich ausgeprägt sein:

  1. Der klassische Heuschnupfen zeigt sich durch eine laufende Nase. Wenn es dabei bleibt, kannst du dich glücklich schätzen. Denn die Symptome könnten druchaus intensiver ausfallen.

  2.  Zusätzlich zum Schnupfen kann es zu massivem Juckreiz, verstopfter Nase und Augenreizungen kommen. Dieser Zustand fühlt sich dann oft an, wie eine Grippe.

  3. Bei 20 bis 30 Prozent der Allergiker entwickelt sich sogar Asthma. Hier ist dann auch die Lunge von der Allergie betroffen.

AUF WAS MUSS ICH GANZ BESONDERS ACHTEN?

Es gibt sogenannte Kreuzallergien. Wenn du beispielsweise stark auf Birkenpollen reagierst, solltest du dich auch auf eine Soja-Allergie testen lassen. Viele Pollenallergiker reagieren auch auf Obst. Da brauchst du laut Dr. Werner Aberer aber keine Sorgen machen: „Das ist eher ein Lernprozess. […] Wichtig ist, was der Einzelne verspürt.“

Am besten ist es du hörst auf deinen Körper. Falls du nach einem Apfel ein unangenehmes Gefühl im Mund verspürst, ist das kein Grund zur Sorge. Du musst einfach für dich selber entscheiden, ob du ihn dennoch genießen kannst oder nicht.

WAS KANN MAN DAGEGEN TUN?

Den Pollen völlig aus dem Weg zu gehen, ist faktisch unmöglich. „Da müsste ich ja ab Anfang März die Fenster dicht machen.“, so Dr. Werner Aberer. Dennoch hat der Experte ein paar Tipps für dich:

  1. Outdoor-Sport meiden
    Tagsüber solltest du draußen keinen Sport machen. Vor allem nicht bei Temperaturen über der 10 Grad Grenze.

  2. Antihistaminpräparate einnehmen
    Am besten eine Tablette täglich einnehmen und das regelmäßig. Denn starke Symptome abwarten, ist nicht die beste Taktik. Denn bei allergischen Reaktionen wird vom Körper Histamin freigesetzt, welches Juckreiz, Entzündungen und Schwellungen auslöst.

  3. Pollenfreie Zone schaffen
    Vor allem nachdem du draußen unterwegs warst, solltest du dich daheim schnell umziehen und abduschen. So kannst du dann die Pollenbelastung in deinen eigenen vier Wänden in Zaum halten.

  4. Sonnenbrille aufsetzen
    Setze draußen eine Sonnenbrille auf, damit kannst du unangenehme Augenreizungen vermeiden. Auch wenn du so nicht alle Pollen fernhältst, kommst du so zumindest gegen einen Teil der Pollen an.

  5. Gesunder Lebensstil
    Auch wenn durch einen gesunden Lebensstil die Allergie nicht heilbar ist, kannst du so die Symptome lindern:

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