Papa-Monat

Hier findest du alle wichtigen Infos

Bisher haben nur wenige Väter einen Rechtsanspruch auf den sogenannten Papa-Monat gehabt. Das hat sich jetzt, durch einen Beschluss im Nationalrat geändert. Die Wichtigsten Infos dazu haben wir hier für Dich zusammengefasst.

Für wen gilt der Papa­monat? 


Bisher hatten im Wesentlichen nur Väter, die im öffentlichen Dienst beschäftigt waren oder deren Kollektiv­vertrag eine Regelung hatte, Anspruch auf einen Papa­monat. Das wird sich nun ändern. Nun sollen alle Väter davon profitieren. 

Voraus­setzungen: Es muss ein gemeinsamer Haus­halt mit dem Kind bestehen und der Vater muss die Melde­fristen an den Arbeit­geber einhalten. Eine Mindest­beschäftigungs­dauer oder bestimmte Betriebs­größe ist nicht erforderlich.

Ab wann gilt der Papa­monat? 


Die Regelung tritt mit 1. September 2019 in Kraft und gilt für Geburten, deren errechneter Geburts­termin frühestens drei Monate nach dem Inkraft­treten liegt. Für errechnete Geburts­termine vor dem 1. Dezember 2019 gibt es eine Sonder­regelung, bei der die Vor­an­kündigungs­frist von 3 Monaten unter­schritten werden darf.

In welchem Zeit­raum und wie lange kann er genutzt werden? 


Der Vater kann den Papa­monat in der Dauer von einem Monat im Zeitraum vom Tag nach der Geburt bis zum Ende des Be­schäftigungs­verbotes der Mutter in Anspruch nehmen. Sonstige Dienst­verhinderungs­gründe z.B. aus Anlass der Geburt bleiben unberührt.

Wann muss der Papa­monat gemeldet werden?


Spätestens drei Monate vor dem errechneten Geburts­termin muss er angekündigt werden (Vorankündigungsfrist). Nach der Geburt muss der Vater den Arbeit­geber unverzüglich von der Geburt verständigen. Spätestens eine Woche nach der Geburt muss der tatsächliche Antritts­zeit­punkt bekannt­gegeben werden.

Haben Väter einen Kündigungs- und Ent­lassungs­schutz?


Ja. Er beginnt mit der Vor­an­kündigung, allerdings frühestens vier Monate vor dem errechneten Geburts­termin. Er endet vier Wochen nach dem Ende des Papa­monats.

Wird der Papa­monat für dienstabhängige Ansprüche angerechnet?


Ja. Der Monat muss für Ansprüche, die sich nach der Dauer der Dienstzeit richten berücksichtigt werden (sofern auch die Anrechnung der Karenz­zeiten beschlossen wird).

Können auch gleich­geschlecht­liche Paare den Papa­monat nutzen?


Ja. Frauen, deren Partnerin durch medizinisch unterstützte Fort­pflanzung ein Kind bekommt, können den Anspruch geltend machen.

Alle weiteren wichtigen Infos und persönliche Beratung bekommst du direkt bei der Arbeiterkammer Kärnten!

 

Tags

Sponsoren