Online kaufen und verkaufen

So machst du es richtig!


5 Wochen noch bis Weihnachten und vieeeeel Zeit daheim. Perfekt! Da kannst du dir ja schon mal Gedanken über Weihnachtsgeschenke machen oder auch endlich Dinge verkaufen, die du ja eh schon ewig loswerden möchtest oder nicht mehr brauchst. 

Beides geht zum Beispiel auf Willhaben.at! Der virtuelle Marktplatz hatte alleine im Oktober 73 Millionen Zugriffe. Ein absoluter Rekord. Reinschauen lohnt sich absolut, denn aktuell gibt es dort 8,7 Millionen Angebote. Besonders gefragt sind derzeit (typisch so kurz vor Weihnachten) übrigens Spielsachen wie Lego und Unterhaltungselektronik. 

Damit du beim Kaufen noch ein bissi was sparst und dir beim Verkaufen möglichst viel rausholst, haben wir hier die besten Tipps & Tricks.

So kaufst du richtig


Immer höflich und freundlich bleiben. Mit der Umgangsform steht und fällt die Verhandlung. Ein nettes „Hallo“ und ein höfliches “Bitte” und “Danke” an der richtigen Stelle bewirken manchmal Wunder.

Der Preis ist meistens Verhandlungssache. Recherchiere den Neupreis oder ähnliche Produkte, überleg dir realistische Argumente für einen geringeren Preis und trefft euch in der Mitte oder versuche den Versandpreis als Bonus rauszuschlagen.

Nachfragen ist erlaubt, kläre die bisherige Nutzung und mögliche Mängel.

Bei Möbeln, technischen Geräten oder Spielzeug in deiner Umgebung lohnt sich meistens eine Abholung. Gerade beim Möbelkauf vor Ort kannst du dem Verkäufer knackige Gründe liefern, den Preis zu senken, zum Beispiel wenn du beim Abbau hilfst.

Wenn du von einem Händler mehrere Artikel kaufst, verhandle einen Paket-Preis – der Verkäufer wird immerhin einige Sachen gleichzeitig los

Plädiere nicht auf Mitleid. „Ich habe gerade kein Geld“ oder „Mein Kind wünscht es sich so“ macht den Käufer unsympathisch und setzt den Verkäufer unter Druck.

Zeige Interesse, aber nicht zu viel Begeisterung, sonst bekommst du wahrscheinlich keinen Rabatt.

Lass den Händler das erste Gebot machen und mach dann ein Gegenangebot, das maximal 40 Prozent unter dem Startgebot liegt, damit ihr noch genug Spielraum habt.

So verkaufst du richtig


Wecke beim Käufer ein “Muss-ich-haben-Gefühl”

In der Artikelbeschreibung ist es am wichtigsten, ein sogenanntes Besitzgefühl zu entwickeln. Das gelingt dir zum Beispiel durchs gedankliche Anfassen: “Der Pullover fühlt sich an, als würdest du Kaninchenbabys streicheln.”

Die “Hey, so viel sparst du”-Angabe
Nenne unbedingt den Neupreis des Produktes.

Fakten bringen Kohle
Wer sein Produkt ganz genau beschreibt, steigert nicht nur das Interesse, sondern auch den Preis: Materialien, Gewicht und Oberflächentextur sollten daher immer angegeben werden. Eventuell auch die Pflegeeigenschaften und genauen Maße (z.B. Rocklänge).

Die richtige Perspektive
Je mehr Bilder desto besser! Doch sind die Produkte falsch fotografiert, bringen dir die 15 Bilder trotzdem nichts. Ein Hamburger zum Beispiel lässt sich teurer verkaufen, wenn auf dem Werbeplakat zwei Hände in so halten, als würde man selber gleich reinbeißen. Übersetzt für z.B. Schuhe heißt das, der Käufer muss gedanklich gleich reinschlüpfen können.

Rotsehen
Studien haben ergeben, dass sich Artikel online besser verkaufen, wenn sie vor einem roten Hintergrund abgelichtet wurden. Zumindest ein Element auf dem Foto sollte rot sein.

Weniger wird mehr
Du denkst, wenn du ein hohes Startgebot angibst, geht der Artikel logischerweise auch für mehr weg? Leider falsch gedacht. Denn: Je niedriger der Startpreis, desto verlockender scheint das Produkt. Am besten also mit einem Euro beginnen.

Verschenke etwas
„Was? Verschenken? Ich will doch was verkaufen”, denkst du jetzt vielleicht. Ja klar. Doch wer keine Versandkosten verlangt, steigert das Interesse der Online-Käufer. Warum? Ganz einfach, jetzt hat der Bieter nur einen “Verlust”, nämlich den Kaufpreis. Und die Versandkosten kannst du immer noch auf den Kaufpreis draufschlagen. Raffiniert!