Mundschutz

Das solltest du wissen


Einkaufen nur mit Mundschutz


In einer Pressekonferenz am 30.03. hat Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündet, dass in den nächsten Wochen beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln Schutzmasken getragen werden sollen. Ab Montag (06.04) ist ein solcher Mund-Nasen-Schutz verpflichtend. Ab Mittwoch (01.04.)  werden die Schutzmasken auch bei Supermarkteingängen verteilt. 


Was bringt ein Mundschutz?


Die Masken könnten zwar nicht garantieren, dass man sich nicht ansteckt, sie seien aber immerhin besser als nichts, heißt es. 

Trag' die Maske zum Schutz der anderen!

Solltest du infiziert sein und es nicht merken und du niesst oder hustest, dann bleiben viele Viren im Mundschutz, die sonst in der Luft verteilt werden würden.

Auch der Virologe Klaus Vander meint, dass Masken große Tröpfchen aufhalten können, aber trotzdem eine Ansteckungsgefahr besteht. 


Wichtig ist, dass die Gesichtsmaske richtig sitzt und gewechselt wird. Selbstverständlich sind die anderen Hygienemaßnahmen, wie den vorgeschrieben Abstand einzuhalten und sich die Hände gründlich zu waschen, nach wie vor gültig und unerlässlich.

Die häufigsten Fehler beim Maskentragen


Auch wenn das Masken-Tragen für uns alles noch sehr ungewohnt ist und man dabei immer wieder versucht ist, einige Korrekturen der Maske vorzunehmen, gilt dabei wie sonst: Möglichst nicht mit den Fingern das Gesicht berühren, schon gar nicht die Augen! Dabei besteht nämlich hohes Infektionsrisiko.

Diese "Technik" haben wir alle schon gesehen: Kaum ist jemand aus dem Supermarkt oder dem Bus draußen, wird die Maske nicht abgenommen sondern lässig unters Kinn geschoben. Wenn so jemand aber infiziert ist, dann ermöglicht er den Viren dadurch sich wunderbar nach außen zu verteilen und bewirkt das genaue Gegenteil dessen, was durch die Masken eigentlich verhindert werden soll.

Bei Masken, die gebunden werden müssen, begehen viele den Fehler, die oberen Bänder zu lösen und die Maske dann einfach an den unteren um den Hals zu tragen. Dabei gilt aber wieder wie oben: Die Viren gelangen dann umso besser in die Umwelt und der Ganze Schutz davor ist dahin.

Eigentlich selbstverständlich, aber hast du auch schon diese übervollen Mistkübel oder schlimmstenfalls Gehsteige vor Supermärkten oder an Bahnhöfen und Haltestellen gesehen, wo die Masken überall und in Massen entsorgt werden? Dort ist die Virenkonzentration besonders hoch - entsorge deine Einwegmaske also am besten zu Hause im eigenen Mistkübel.

Prinzipiell gilt: Greife deine Maske wirklich nur an den Bändern an und nach Möglichkeit nicht außen, schon gar nicht aber innen. Das ist natürlich im Falle einer Infektion die mit Viren kontaminierteste Zone! So gelangen die dann schnell auf deine Hände und somit in dein Umfeld.

Nachhaltigkeit ist zwar eine super Sache, hierbei aber Fehl am Platz. Jedes Familienmitglied sollte eine eigene Maske haben und wenn schon getauscht wird, dann Stoffmasken auf jeden Fall davor mit 60 Grad auswaschen - Einmalmasken sollten auf keinen Fall weitergegeben werden!


Das sagt der Chefhygieniker des Klinikums Klagenfurt, Dr. Ulrich Zerlauth zum richtigen und falschen Maskentragen:



Die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums Thema Maskenpflicht


Darf ich mir meine eigene Maske nähen oder muss ich die nehmen, die vor dem Geschäft ausgegeben wird?

Du kannst prinzipiell deine selbst genähte Maske verwenden und musst nicht die Einwegmaske vom Geschäft nehmen. Das wirkt sogar positiv: Jede selbstgemachte Maske ist eine chirurgische Maske weniger, die im medizinischen Bereich fehlen könnte. 

Was passiert wenn ich keine Maske trage? Gibt es auch Strafen?

Bis Mittwoch werden noch nicht alle Geschäfte Masken zur Verfügung stellen können - dann kannst du auch ohne noch einkaufen gehen. Wenn jedoch welche da sind, bist du verpflichtet eine zu tragen. Wenn du dich dann weigerst, darf dir das Geschäft den Zutritt verwehren - Strafen sind aber laut dem Bundeskanzleramt vorerst keine vorgesehen. 

Wie oft sollen die SupermarkT—Masken verwendet werden?

Sie können ein paar Stunden getragen Und dann entsorgt  werden - am nächsten Tag sollen sie aber nicht wieder verwendet werden.

Wie sollen die Masken entsorgt werden?

Das Bundeskanzleramt meint dazu, dass vor den Supermärkten eigens dazu vorgesehene Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.

Noch mehr Fragen?

Hier gibt's noch mehr Antworten

Diese Kärntner nähen einen Mundschutz für dich



DIY-Mundschutz - das solltest du beachten


Ein DIY-Mundschutz ist natürlich nicht so sicher wie eine zertifizierte Maske. Damit die eingeschränkte Schutzfunktion der selbst benähten Maske aber aufrecht erhalten bleibt, gilt es ein paar wichtige Dinge zu beachten:

So kannst du dir selbst einen nähen


Wir haben DIY-Videos für dich zusammengesucht, wie du dir selbst einen Mundschutz nähen kannst: 

Mundschutz OHNE nähen


Bevor du anfängst, wasch dir gründlich deine Hände

  1. Nimm zwei Blätter Küchenrolle und leg sie übereinander - drehe dabei das obere Blatt um 90 Grad.
  2. Breite das Taschentuch aus und lege es auf die ersten beiden Blätter Küchenrolle. (Das Taschentuch ist dann später die Innenseite).
  3. Schneide die Ränder ab, damit alle drei Blätter gleich groß sind. 
  4. Schneide den Stapel der drei Papierblätter in der Mitte durch. 
  5. Kleibe die jetzt die Papierblätter an den kurzen Seiten mit einem Klebestreifen - zB Paketband - zusammen.
  6. Mach mit dem Locher auf den beiden kurzen Seiten Löcher in den Klebestreifen.
  7. Nimm ein Stück Draht und leg es mittig auf den oberen Rand der Maske und fixiere es mit Klebeband (das wird der Nasenbügel).
  8. Jetzt nur noch die Gummibänder an allen vier Löchern durchziehen und mit einer Schlaufe befestigen und den Draht an die Nase anpassen.
  9. Fertig ist der Mundschutz.

Tags