Mord in Feffernitz

Das Urteil steht fest

Das urteil steht fest


Die Geschworenen haben sich einstimmig entschieden - der Angeklagte ist schuldig. Damit erwartet den 36-jährigen lebenslange Haft.

Der Mann war bei der Verkündung emotionslos und hat bei der Urteilsverkündung nur leicht mit dem Kopf geschüttelt. Der Richter hat ihm geraten sich mit seinen Anwälten zu beraten. Die Reaktion vom Angeklagten war: „Ich brauche keine Beratung. Sofortige Berufung und Nichtigkeit.“

Damit ist das Urteil nicht rechtskräftig. Jetzt ist der oberste Gerichtshof am Zug.

Der Familie des Opfers ist Schmerzensgeld versprochen worden.


Das war der zweite Prozesstag


Gleich am Beginn des zweiten Prozesstages im Mordfall von Feffernitz sind unglaubliche Details bekannt geworden.

Die Aussagen der Polizisten die zuerst am Tatort waren und jene des Gerichtsmediziners samt Bildmaterial waren eine Belastungsprobe für die Anwesenden im Gerichtsaal. 

Die Frau wurde mehrfach durch stumpfe Gewalteinwirkung geschlagen und war zwar bewusstlos, aber noch am Leben als sie in die Badewanne gelegt worden ist. Der Täter hat das Opfer dann mit seinem Körpergewicht unter Wasser gedrückt - so der Bericht des Gerichtsmediziners. 

Eine Entlastung für den Angeklagten hat es dagegen von einem weiteren Mithäftling gegeben. Er hat ausgesagt, die Aussage eines Häftlings gestern, war gelogen. Der hat ja behauptet, der Angeklagte hätte in Haft gesagt er sei auf das Opfer draufgestiegen.

Im Laufe des Verhandlungstages haben sich die Beweise gegen den Mann langsam verdichtet. Wie die Sachverständigen ausgesagt haben, passt die Handy-Auswertung ganz und gar nicht zu den Aussagen des Angeklagten.

Auch alle Beweisanträge der Verteidigung des Mannes sind vom Gericht abgelehnt worden. Ein Urteil soll es am Abend geben.

Im Plädoyer der Staatsanwaltschaft hieß es: „Es gibt nichts, was den Angeklagten entlastet.“ Der Verteidiger des Angeklagten wirft dagegen die Frage in den Raum: "Können Sie einwandfrei und ohne Zweifel sagen, dass er schuldig ist?"

Das Gericht hat auch schon drei Fragen festgelegt, die die Geschworenen beantworten müssen. Kurz gesagt:

Bevor sich die Geschworenen zur Urteilsfindung zurückgezogen haben, haben die letzten Worte dem Angeklagten gehört. Er hat den Tränen nahe gesagt: "Ich habe mit dem Mord an ihr und an meinem Kind nichts zu tun. Bitte lassen Sie mich nach zehn Monaten wieder zu meinen Kindern nach Hause.“


Das war der erste Prozesstag


„Er ist ein Schwein, aber kein Mörder“, das hat der Anwalt des Angeklagten im Mordfall von Feffernitz heute gleich zu Beginn des ersten Prozess-Tages über seinen Mandanten gesagt. Der Mann soll ja neben seiner Ehefrau noch zwei Freundinnen gehabt haben.

Das war aber nicht die einzige Aussage, die Aufhorchen hat lassen - ein Mithäftling des Mannes hat ausgesagt, der Angeklagt soll in Haft über das Opfer gesagt haben: "Sie hat’s nicht besser verdient und draufgestiegen bin ich auf die Treapn auch noch." „Das ist eine Lüge und vollkommen absurd“ - hat der Angeklagte geantwortetDer 36-jährige hat sich am Beginn der Verhandlung als "nicht schuldig" bekannt. 

Aber auch eine zweite Affäre des Angeklagten hat ausgesagt Angst vor dem Mann gehabt zu haben. Er soll ihr gedroht haben: "Du stehst auf meiner To-Do-Liste", "egal ob ich sitzen gehe" oder "ich werde mich in den Geschichtsbüchern Österreichs verewigen". Außerdem hat die Frau ausgesagt, wie der Angeklagte über seine Ehefrau gesprochen hat - u.a. " dass er sie am liebesten Erschlagen möchte".

Außerdem sind Nachbarn und die Mutter des Opfers, aber auch Schiedsrichter-Kollegen des Angeklagten befragt worden. Die Ehefrau des Mannes hat - anders als erwartet - ihre Aussage verweigert.

Thema waren bei den Befragungen auch weiße Sportschuhe, die kurz nach der Tat, nass in einem Mülleimer in der Nähe der Wohnung des Angeklagten gefunden worden sind. Katzenhaare und Katzenstreu würden zur Wohnung des Opfers passen, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Auch die Größe 42 passt zu jener des Angeklagten, doch der sagt dazu: "Nur beim Sport. Da habe ich größere Schuhe und trage 42, weil ich Socken und Stutzen anhabe. Sonst habe ich maximal 41 2/3."

Am Freitag um 9 Uhr geht es weiter, ein Urteil wird für Freitagabend erwartet.


Alle Ereignisse seit der Mordnacht


Ein Hauptverdächtiger, viele Indizien und wechselnde Anwälte. Hier kannst du alle Ereignisse rund um die schreckliche Nacht nachhören.

Neuer Anwalt kurz vor Prozessbeginn


Nur eineinhalb Wochen vor dem ersten Prozesstag (18.6.) hat sich der Angeklagte einen neuen Verteidiger an Bord geholt. Manfred Arbacher-Stöger gilt als erfahrener Strafverteidiger in Mord-Prozessen und soll den Angeklagten gemeinsam mit der Anwältin Christine Lanschützer vor Gericht verteidigen.

Einen Tag vor Prozess-Beginn hat Arbacher-Stöger uns im Antenne-Interview verraten, was er vom Prozess erwartet:




"Anklage bringt neue Details"


Auf 17 Seiten listet die Staatsanwaltschaft auf, warum sie den Mann für schuldig hält.

In der Anklage steht: Der Mann und das jetzige Mordopfer kannten sich von früher. Im Herbst 2018 haben sie sich zufällig wieder getroffen. Sie begannen eine Affäre. Nur wenige Wochen später - im Dezember 2018 - sei die Frau schwanger geworden, so der Staatsanwalt. „Das Interesse des Angeklagten war, dass die Frau die Schwangerschaft abbricht. Doch die 31-Jährige wollte das Kind, ein Mädchen, zur Welt bringen“, heißt es in der Anklageschrift.

Einer Freundin habe die Villacherin erzählt, dass der Angeklagte verlangt habe, „gegen Schwarzzahlung von Alimenten nicht offiziell als Vater aufzuscheinen“. Die Frau wollte jedoch, dass sich der Mann zu dem Kind bekennt, schreibt der Ankläger. Sie wollte auch, dass seine Ehefrau davon erfährt, und nahm Kontakt zu einem Freund des Paares auf, steht in der Anklage. Der Verdächtige stand unter enormer psychischer Belastung, heißt es.

Weiters steht in der Anklage: Ein Zeuge sagt, er habe einen Mann auf einem Parkplatz in Tatortnähe gesehen, bei dem es sich mit ziemlicher Sicherheit um den Angeklagten handelt.
Christine Lanschützer, die Strafverteidigerin des Angeklagten, zweifelt an der Wahrnehmung des Zeugens in der Tatnacht.
"Diese Wahrnehmung ist mit Vorsicht zu genießen... und wenn ohnehin alles so klar sei, warum habe es bis heute keine Gegenüberstellung zwischen Zeugen und ihrem Mandanten gegeben?" fragt die Verteidigerin.

Auch Turnschuhe, die in einem Mülleimer in der Nähe der Wohung des Mannes in Klagenfurt gefunden worden sind, belasten ihn laut Anklage weiter. Darin seien auch Haare sichergestellt worden, die mit ihm in Verbindung gebracht werden können.

Der Mann sitzt bereits seit Ende August in Untersuchungshaft - wann der Prozess startet, ist noch nicht bekannt.

"Dringender Tatverdacht"


Am Montag, den 16. März 2020, hat die Staatsanwaltschaft eine Anklage gegen den Hauptverdächtigen eingebracht. Die Beweise gegen den Mann würden ausreichen, heißt es. Für die Anwältin des Mannes, Christine Lanschützer, war das keine Überraschung. Anträge der Anwältin wurden laufend abgelehnt. "Trotzdem gibt es noch genug Indizien, die für die Unschuld des Mannes sprechen", sagt die Anwältin.

Handyauswertung belastet weiter - Anklage wird vorbereitet


Am 1. März 2020 sind neue Details bekannt geworden, die den Tatverdächtigen weiter belasten.

Seine Ehefrau soll ihn in der Tatnacht zwischen 23.15 Uhr und 1:38 Uhr ganze 43 Mal angerufen haben und in der Mobilbox gelandet sein. Genau in dieser Zeit soll der Mord passiert sein. Die Handy-Daten ergeben außerdem, dass der Tatverdächtige gleich danach nach Hause nach Klagenfurt gefahren sein soll. 

Die Staatsanwaltschaft bereitet bereits eine Anklage gegen den Mann vor. Sie soll in den nächsten 2 Wochen fertig sein.

Die Haftprüfung am 17. Februar 2020 ergibt: Der Verdächtige bleibt in U-Haft


Nach dem Antrag zur Haftentlassung durch die Anwältin des Hauptverdächtigen in der Vorwoche (siehe unten), ist am Montag den 17. Februar entschieden worden, dass der 37-jährige Hauptverdächtige weiter in Untersuchungshaft bleiben muss.

Laut der Staatsanwaltschaft gäbe es weiterhin "dringenden Tatverdacht".

Anwältin ist von Unschuld überzeugt


Die aktuellen DNA-Ergebnisse sollen zeigen, dass offenbar doch noch eine andere Person am Tatort war. Demnach sind an der Innenseite des Hosenbeins des Opfers DNA Spuren, die weder dem Hauptverdächtigen noch den Ersthelfern zugeordnet werden können. Die Anwältin des Hauptverdächtigen Christine Lanschützer sieht darin ein weiteres Beweisstück, das ihren Mandanten entlastet. 

Auch die Daten vom Handy würden ihren Mandanten entlasten. Er müsste innerhalb von 3 1/2 Minuten 15 Kilometer gefahren sein. 

Die Anwältin fordert deshalb die Freilassung ihres Mandanten. Am Montag (17.2.20) soll darüber entschieden werden.


Christine Lanschützer im Antenne Interview:

Eine Tatrekonstruktion soll die Unschuld des Verdächtigen beweisen


Die neue Anwältin des Mannes, fordert jetzt eine Tatrekonstruktion mit dem Verdächtigen am Tatort. Laut der Staatsanwaltschaft ist eine solche Vorgehensweise völlig neu - normalerweise werden solche Rekonstruktionen nur mit geständigen Tätern gemacht, die den Ermittlern zeigen wie sie vorgegangen sind. Für seine Anwältin Christine Landschützer, ist das aber nichts Besonderes und ein normaler Schritt.

Außerdem sind mehrere Beweisanträge gestellt worden, die in den kommenden Wochen beweisen sollen, dass der Mann unschuldig ist. 

Die neu ausgewerteten Handydaten, die im Dezember veröffentlicht worden sind, sieht die Anwältin als nicht so belastend an, wie es nach außen hin dargestellt wird.

Mordverdächtiger bleibt in U-Haft


Mittlerweile liegt das Gutachten eines Sachverständigen vor - er hat das Handy des Verdächtigen unter die Lupe genommen und überprüft, wann er in der Tatnacht im August wo eingeloggt war. Die Staatsanwaltschaft bestätigt gegenüber der Kleinen Zeitung, dass die Handydaten den Mordverdächtigen belasten - die Ergebnisse passen nicht mit seinen Aussagen zusammen. 

Aussage vs. Gutachten

Der 36-Jährige soll behaupten zur Tatzeit um etwa 1:15 Uhr nicht am Tatort in Neu-Feffernitz gewesen zu sein. Er will nur bis Stadelbach gefahren sein - das liegt 6 Kilometer südöstlich von Neu-Feffernitz. Um 2:04 Uhr habe er vor seiner Wohnung in Klagenfurt mit seiner Frau telefoniert.
Im Gutachten steht etwas anderes. Demnach soll er um 1:45 Uhr bei einem Handymast in Paternion eingeloggt gewesen sein - das ist 5,4 kilometer nordwestlich von Neu-Feffernitz. Exakt um 2:05 hat ein Mast in Velden das Handy registriert.

Der Mann bestreitet weiter seine hochschwangere Geliebte umgebracht zu haben. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

WEITERE GELIEBTE PACKT AUS


Eine weitere Geliebte des Tatverdächtigen soll von ihm ebenfalls bedroht worden sein. Bis Juli war die Frau nach eigenen Angaben mit dem Tatverdächtigen zusammen. Als die Beziehung vor dem Ende war, soll er ihr per Telefon und WhatsApp gedroht haben. Die Textnachrichten liegen der Polizei vor, berichtet die Kleine Zeitung. Außerdem soll der Tatverdächtigen der Frau auch direkt gedroht haben mit Sätzen wie: „Du stehst auf meiner To-Do-List“ oder „Wenn du keine Ruhe gibst, drehe ich anständig durch und verewige mich in den österreichischen Geschichtsbüchern." Er habe auch gesagt, dass es im egal sei, ob er dafür sitzen geht. Das alles soll in den Vernehmungsprotokollen der Polizei zu lesen sein

Die zweite Geliebte des Tatverdächtigen ist aktuell in Therapie. Sie habe Angst vor dem Tatverdächtigen, sagt sie. 

Die angeblich neue Anwältin des Tatverdächtigen gibt keine Stellungnahme ab. Sie will nicht einmal bestätigen, ob sie den Mann vertritt.

NEUE SPURENSUCHE


Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt lässt bisher Unbekannte DNA Spuren am Opfer überprüfen. Sollten die von einem der Ersthelfer oder der Polizisten stammen, wird es für den Hauptverdächtigen eng. Damit würde ein weiterer bisher unbekannter Mordverdächtiger ja wegfallen und eine Anklage gegen den Hauptverdächtigen immer wahrscheinlicher werden. Er sitzt ja seit Mitte August in Untersuchungshaft weil er verdächtigt wird seine hochschwangere Geliebte getötet zu haben.  

Seinen ehemaligen Verteidiger Hans Gradischnig soll der Hauptverdächtige mittlerweile durch die Grazerin Christine Landschützer ersetzt haben, diese möchte dazu aber kein Kommentar abgeben.

Hauptverdächtiger wechselt den Anwalt


Der 36-Jährige Kärntner, der verdächtigt wird die von ihm schwangere mehrfache Mutter in Feffernitz getötet zu haben und deswegen seit Mitte August in Untersuchungshaft sitzt, wird ab sofort nicht mehr vom Villacher Anwalt Hans Gradischnig vertreten. Grund dafür seien laut der Donnerstagsausgabe der Kleinen Zeitung Differenzen über die Vorgehensweise der Verteidigung mit dem Vater des Verdächtigen gewesen, der selbst pensionierter Anwalt ist. Er hat seinem Sohn geraten Beweisanträge vorzeitig zu stellen, die Gradischnig erst im Zuge der Hauptverhandlung stellen wollte. Laut dem Vater des Verdächtigen  soll es bereits einen neuen Anwalt geben, mehr will er aber noch nicht dazu sagen. 

Neues von den DNA-Spuren


Auf der Hose der Frau sind DNA-Spuren gefunden worden - der Anwalt hat ja dadurch gehofft, seinen in U-Haft sitzenden Mandanten entlasten zu können. Heute hat sich allerdings die Staatsanwaltschaft geäußert. Die Spur führt höchstwahrscheinlich zu einem der Ersthelfer - und nicht zu einem möglichen dritten Unbekannten.  

ASFINAG-VIDEOS Sollen UNSCHULD Beweisen


Im Mordfall von Feffernitz will der Anwalt des Hauptverdächtigen Hans Gradischnig jetzt die Videos aus dem Oswaldibergtunnel bei Villach sichten. Sein Mandant muss auf dem Weg von seinem Wohnort Klagenfurt nach Feffernitz zweimal durch den Tunnel gefahren sein und das müsste auch auf den Videos der Tunnelkameras zu sehen sein. Dadurch könnte die Uhrzeit der Durchfahrten festgestellt und sein Mandant entlastet werden, meint Gradischnig

Hans Gradischnig im Antenne Interview



Neue DNA Spuren entdeckt


Ein Gutachten bringt Neuigkeiten: Auf der Hose des Opfers sollen laut Anwalt Hans Gradischnig DNA-Spuren aufgetaucht sein, die nicht vom Hauptverdächtigen stammen und auch nicht vom engeren Familienkreis des Opfers. Gradischnig sieht seinen Mandanten, den Hauptverdächtigen damit entlastet und hofft, dass die Polizei in diese Richtung weiter ermittelt.

Er hat diesbezüglich einen Antrag gestellt. Es gilt herauszufinden, zu wem die DNA-Spuren auf der Hose des Opfers führen. Der Hauptverdächtige bleibt in U-Haft. 


Hans Gradischnig im Antenne Interview




Hauptverdächtiger bleibt in U-Haft


Der 36jährige Hauptverdächtige bleibt weiterhin in U-Haft. Sein Anwalt hat ja eine Beschwerde eingelegt und die wurde jetzt vom Oberlandesgericht abgelehnt. Am 17. Dezember steht die nächste Haftprüfung an. Der Familienvater soll ja seine hochschwangere Geliebte ermordet haben.

Zeugenaussagen belasten den Hauptverdächtigen


Ein langjähriger Freund der ermordeten dreifachen Mutter hat bei der Polizei ausgesagt, dass die junge schwangere Frau ihm immer wieder gesagt habe, Angst vor einem Ausraster des 36-Jährigen Kindesvaters zu haben. 

Der Grund: Die junge Feffernitzerin wollte, dass seine Ehefrau die Wahrheit über ihr Verhältnis erfahren sollte. 

Auch eine zweite Bekannte hat der Polizei erklärt, dass sie einmal im Auftrag des Opfers ein Foto des Mannes machen sollte - für den Fall, das einmal etwas vorfällt, wie ihr die junge Mutter gesagt hat. 

Der Verdächtige sitzt ja seit zwei Monaten in Untersuchungshaft.

Anonymer Hinweis bringt weiteren Verdächtigen ins Spiel


Im Mordfall rund um die hochschwangere Frau in Feffernitz könnte noch ein weiterer Verdächtiger ins Spiel kommen. Der Anwalt des Hauptverdächtigen hat per Telefon einen anonymen Hinweis bekommen: es soll noch ein weiterer Mann sehr engen Kontakt mit dem Opfer gehabt haben. Dieser Mann wurde auch schon einmal einvernommen. Damals hat er aber nicht angedeutet, dass er mehr mit dem Opfer zu tun hatte. Der Anwalt will jetzt prüfen lassen, ob dieser Mann auch eine Beziehung mit der Ermordeten hatte und ob es auch ein Motiv gegeben hat.

Außerdem schauen sich Sachverständige gerade an aus welcher Entfernung man noch bei einem Handymasten eingeloggt sein kann. Der Hauptverdächtige behauptet ja, er sei in der Tatnacht nicht bei dem Opfer gewesen. Trotzdem war sein Handy bei dem Masten in der Nähe eingeloggt. Er habe sich zu der Zeit zurückgezogen, über sein Leben nachgedacht und überhaupt keinen Empfang gehabt, meint er. 

Außerdem hat sein Anwalt eine Beschwerde gegen den Haftbeschluss des Hauptverdächtigen eingelegt. Er will, dass er aus der U Haft entlassen wird

Ergebnis des DNA-Tests belastet den Hauptverdächtigen


Am Dienstag (1.10.) wurde das Ergebnis des lang erwarteten DNA-Tests bekanntgegeben. Die Auswertung der Spuren belasten den in Untersuchungshaft sitzenden 36-jährigen weiter. Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass er der Vater des ungeborenen Kindes war, wurden nun auch DNA-Spuren des Opfers an der Kleidung des Hauptverdächtigen gefunden

Laut seines Anwalts Hans Gradischnig gibt es in der Wohnung des Opfers und auch auf den Turnschuhen, die im Müll gefunden wurden keine Spuren. Aber dennoch gab es "schwache Signale" am T-Shirt der dreifachen Mutter.  Einen Grund für ein Geständnis sieht der Anwalt nicht - im Gegenteil "ich bin der Meinung, dass er immer weniger als Täter in Frage kommt". Am Mittwoch wird entschieden, ob der Tatverdächtige in U-Haft bleibt. Diese wird wohl verlängert werden, bis klar ist woher die DNA-Spuren kommen.

Das sagt der Anwalt des Hauptverdächtigen, Hans Gradischnig im Antenne-Interview:

Der Hauptverdächtige war der Vater


Das Warten auf den DNA-Test hat ein Ende. Seit Donnerstag-Nachmittag ist klar: der 36 jährige Hauptverdächtige war tatsächlich der Vater des ungeborenen Kindes.

Mitte August ist seine 31jährige Geliebte tot in ihrer Badewanne in Feffernitz gefunden worden. Seitdem läuft die Suche nach dem Täter. Bei dem Hauptverdächtigen handelt es sich um einen verheirateten Familienvater. Er sitzt seit über einem Monat in U-Haft. 

Was die Bestätigung der Vaterschaft für die Zukunft seines Verdächtigen bedeutet, erklärt Anwalt Hans Gradischnig im Antenne Interview: 

Interview mit dem Anwalt der Familie


Der Anwalt Philipp Tschernitz vertritt ab sofort den ältesten Sohn und die Mutter des Opfers. Wir haben im Antenne Interview mit ihm gesprochen.

Mord in Feffernitz


Die Polizei und die Staatsanwaltschaft beschäftigen sich bereits seit Wochen mit dem Mordfall in Feffernitz rund um eine schwangere 31 Jahre alte Frau.

Wir haben noch einmal mit dem Anwalt des 35jährigen Hauptverdächtigen gesprochen. Er hat selbst erst vor kurzem Erfahren, dass es wohl noch bis Mitte Oktober dauern wird bis das Ergebnis des DNA-Tests da ist. Der zeigt dann ob der Hauptverdächtige wirklich der Vater des toten Kindes ist. Dann wäre der Anwalt auch dafür, dass sein Mandant freigelassen wird. Außerdem ist mit dem DNA Test klar ob die Kleidung die der Hauptverdächtige in der Tatnacht getragen hat mit der der Getöteten in Berührung gekommen ist. Sie ist ja auch mit Gewand tot in der Badewanne gelegen.

Hier das interview mit dem Anwalt Hans Gradischnig zum Nachhören:

Wir haben für Sie alles was passiert ist zusammengefasst:



Ein 35-jähriger Tatverdächtiger sitzt weiterhin in U-Haft. Sein Anwalt Hans Gradischnig sagt, er glaube an die Unschuld seines Mandanten. Nach seinen Angaben wäre es unmöglich, dass der Verdächtige zum Tatzeitpunkt vor Ort gewesen wäre. 

Jetzt belasten aber erste Auswertungen einer Handyortung die Darstellungen des Verdächtigen. Er hat ja angegeben in der Tatnacht um 4 nach 2 Uhr früh in der Nähe seines Wohnortes in Klagenfurt mit seiner Frau telefoniert zu haben. Laut seinem Anwalt haben erste Auswertungen der Ortung aber ergeben, dass er um 2 Uhr früh mit seinem Handy bei einem Mast in Velden und davor sogar noch bei Paternion eingeloggt war - jetzt wird untersucht wie lange dieser Log-In Prozess angedauert hat.

HINWEIS AUF MÖGLICHEN WEITEREN VERDÄCHTIGEN

Im Ermittlungsakt kommt aber auch ein bisher unbekannter Mann vor - das sagt der Anwalt des inhaftierten Hauptverdächtigen. Eine Nachbarin will gesehen haben, wie der Unbekannte 10 Tage vor dem Mord die Wohnung des Opfers über den Balkon verlassen hat. Bekleidet mit einer Adidas-Jacke - eine solche soll auch der Täter in der Mordnacht getragen haben. Zwei Männer haben ja schon ein Verhältnis mit dem Opfer zugegeben. Der Klagenfurter, der in U-Haft sitzt und ein Nachbar, den die Ermittler aber als Täter ausschließen. 

NEUES MÖGLICHES MOTIV

Das Opfer soll den Verdächtigen unter Druck gesetzt haben. Er müsse seiner Frau von dem Kind erzählen. Das soll das Mordopfer von dem Verdächtigen verlangt haben. WhatsApp-Nachrichten würden das auch beweisen. Zu dem verlangten Geständnis soll aber nicht mehr gekommen sein - die hochschwangere Mutter dreier Kinder wurde mit einem Schlag auf dem Kopf getötet. Wenig später ist sie tot in der BAdewanne gefunden worden. Sein Anwalt sagt: "Selbst wenn mein Mandant der Vater des Kindes ist, ist das kein Mordmotiv". Außerdem hätte die Ehefrau von dem Kind gewusst und ihren Mann in der Untersuchungshaft besucht. Ein DNA-Test, dessen ergebnis noch aussteht, soll die Vaterschaft des ungeborenen Kindes noch klären.

NEUE MÖGLICHE BEWEISE

In einer Mülltonne beim Wohnhaus des Verdächtigen hat die Polizei kurz nach dem Mord nasse Sportschuhe gefunden. Sie könnten in Zusammenhang mit dem Mord stehen. Die Schuhabdrücke sollen jetzt mit jenen am Tatort in Feffernitz abgeglichen werden. Die Staatsanwaltschaft sagt dazu vorläufig nichts.

Hier das Interview zum Nachhören:

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