Mord in Feffernitz

Alle Infos zusammengefasst

Mord in Feffernitz


Die Polizei und die Staatsanwaltschaft beschäftigen sich bereits seit Wochen mit dem Mordfall in Feffernitz rund um eine schwangere 31 Jahre alte Frau.

Wir haben noch einmal mit dem Anwalt des 35jährigen Hauptverdächtigen gesprochen. Er hat selbst erst vor kurzem Erfahren, dass es wohl noch bis Mitte Oktober dauern wird bis das Ergebnis des DNA-Tests da ist. Der zeigt dann ob der Hauptverdächtige wirklich der Vater des toten Kindes ist. Dann wäre der Anwalt auch dafür, dass sein Mandant freigelassen wird. Außerdem ist mit dem DNA Test klar ob die Kleidung die der Hauptverdächtige in der Tatnacht getragen hat mit der der Getöteten in Berührung gekommen ist. Sie ist ja auch mit Gewand tot in der Badewanne gelegen.

Hier das interview mit dem Anwalt Hans Gradischnig zum Nachhören:

Wir haben für Sie alles was passiert ist zusammengefasst:



Ein 35-jähriger Tatverdächtiger sitzt weiterhin in U-Haft. Sein Anwalt Hans Gradischnig sagt, er glaube an die Unschuld seines Mandanten. Nach seinen Angaben wäre es unmöglich, dass der Verdächtige zum Tatzeitpunkt vor Ort gewesen wäre. 

Jetzt belasten aber erste Auswertungen einer Handyortung die Darstellungen des Verdächtigen. Er hat ja angegeben in der Tatnacht um 4 nach 2 Uhr früh in der Nähe seines Wohnortes in Klagenfurt mit seiner Frau telefoniert zu haben. Laut seinem Anwalt haben erste Auswertungen der Ortung aber ergeben, dass er um 2 Uhr früh mit seinem Handy bei einem Mast in Velden und davor sogar noch bei Paternion eingeloggt war - jetzt wird untersucht wie lange dieser Log-In Prozess angedauert hat.

HINWEIS AUF MÖGLICHEN WEITEREN VERDÄCHTIGEN

Im Ermittlungsakt kommt aber auch ein bisher unbekannter Mann vor - das sagt der Anwalt des inhaftierten Hauptverdächtigen. Eine Nachbarin will gesehen haben, wie der Unbekannte 10 Tage vor dem Mord die Wohnung des Opfers über den Balkon verlassen hat. Bekleidet mit einer Adidas-Jacke - eine solche soll auch der Täter in der Mordnacht getragen haben. Zwei Männer haben ja schon ein Verhältnis mit dem Opfer zugegeben. Der Klagenfurter, der in U-Haft sitzt und ein Nachbar, den die Ermittler aber als Täter ausschließen. 

NEUES MÖGLICHES MOTIV

Das Opfer soll den Verdächtigen unter Druck gesetzt haben. Er müsse seiner Frau von dem Kind erzählen. Das soll das Mordopfer von dem Verdächtigen verlangt haben. WhatsApp-Nachrichten würden das auch beweisen. Zu dem verlangten Geständnis soll aber nicht mehr gekommen sein - die hochschwangere Mutter dreier Kinder wurde mit einem Schlag auf dem Kopf getötet. Wenig später ist sie tot in der BAdewanne gefunden worden. Sein Anwalt sagt: "Selbst wenn mein Mandant der Vater des Kindes ist, ist das kein Mordmotiv". Außerdem hätte die Ehefrau von dem Kind gewusst und ihren Mann in der Untersuchungshaft besucht. Ein DNA-Test, dessen ergebnis noch aussteht, soll die Vaterschaft des ungeborenen Kindes noch klären.

NEUE MÖGLICHE BEWEISE

In einer Mülltonne beim Wohnhaus des Verdächtigen hat die Polizei kurz nach dem Mord nasse Sportschuhe gefunden. Sie könnten in Zusammenhang mit dem Mord stehen. Die Schuhabdrücke sollen jetzt mit jenen am Tatort in Feffernitz abgeglichen werden. Die Staatsanwaltschaft sagt dazu vorläufig nichts.

Hier das Interview zum Nachhören: