Mehr Unfälle durch Hitze

Vor allem auf Baustellen

Bei Temperaturen von 30 Grad sinken Reaktionsgeschwindigkeit und LKoordinationsfähigkeit um ein Viertel, bei 35 Grad ist bereits mit  einer Leistungseinbuße von 50 Prozent zu  rechnen. Die Hitze wird somit zum Risikofaktor: Fehlerhäufigkeit und  Unfallrisiko steigen.

Die Unfallstatistik der AUVA zeigt, dass bei Arbeiten im  Freien, überwiegend im Bauwesen, die höchsten Unfallraten in den  wärmsten Monaten zu verzeichnen sind. Die Unfallrate steigt vor allem in  den Sommermonaten Juli und August im Vergleich zu den übrigen Monaten.  Auch im Straßenverkehr gibt es bei hohen Temperaturen jedes Jahr mehr   Verkehrsunfälle im Ortsgebiet, bedingt durch Konzentrationsmangel und   Müdigkeit. Daher solltest du bei längeren Fahrten unbedingt regelmäßige  Pausen im Freien machen.

Ursache: Flüssigkeitsmangel 

Grund für die Abnahme der Leistungsfähigkeit ist Flüssigkeitsmangel, bedingt durch starkes Schwitzen. 

Tipp: Wenn du bei mehr als 30°C Lufttemperatur mittelschwere bis schwere Arbeit verrichtest, solltest du alle 20 Minuten ca. ein Viertel Liter Flüssigkeit zu trinken. Die besten Durstlöscher an heißen Tagen sind Wasser, ungesüßter Tee oder isotonische Getränke.



Maßnahmen zum Schutz vor Hitze

Bei Arbeiten  im Freien unter großer Hitze ist die Gefahr  von Sonnenstich oder Hitzschlag sowie Haut- und Augenerkrankungen  besonders groß.  UV-Schutzbrille, Schirmkappe oder – wo notwendig –  Schutzhelm mit  Nackenschutz schützen vor direkter Sonneneinstrahlung. Keinesfalls  solltest du mit nacktem Oberkörper arbeiten. Ideal sind  T-Shirts aus  atmungsaktivem Material, und unbedingt passende  Sonnenschutzmittel  verwenden. 

Wenn es möglich ist, solltest du einen Schirm aufspannen. Lege immer wieder Pausen ein und trinke ausreichend. 

Erste-Hilfe bei Hitzekollaps


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