Matthias Strolz tritt zurück

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Darum zieht sich der NEOS-Chef zurück

STROLZ ZIEHT SICH AUS DER POLITIK ZURÜCK

"ICH BIN DER PILOT MEINES LEBENS!" 

Matthias Strolz zieht sich aus der Politik zurück. "Die Pionierphase ist abgeschlossen!, sagt Strozl in seiner persönlichen Stellungnahme. Er hat der Partei seit der Gründung im Jahr 2012 maßgeblich zum Erfolg verholfen. Nun sei die Organisiation stabil und tragfähig gegnug, um sie zu verlassen, teilte Strolz mit. Er fände es wichtig, Verantwortung zu übergeben, wenn die Zeit reif sei. Die Stimme seines Herzens sagte: "Es ist die Zeit gekommen, die Führungsverantowortung zu übergeben. Die nächste Wachstumsetappe soll von einer frischen neuen Führung angeführt werden."  

Ende Juni  wird er das "Staffel-Holz" der Partei weiterreichen und seine Ämter niederlegen. Am Mittwoch soll es deswegen um 20:00 Uhr eine Einberufung des erweiterten Vorstands geben. Strolz wird auch aus dem Nationalrat austreten. Die neue Führung solle volle Handlungsfreiheit haben. Bis zum Schluss werde Strolz die Partei noch mit voller Leidenschaft leiten. Innerhalb der Partei soll es eine planvolle Übergabe geben. "Ich werde den NEOS aber auch nach der Übergabe treu bleiben", sagt Strolz.

WIE GEHT'S WEITER?

Konkrete Auskunft zu seiner Zukuntsplanung gibt es noch nicht, er wolle es noch offen halten. Matthias Strolz hat jedoch angekündigt einige Buchprojekte zuverwirklichen. Er freue sich sehr auf die nächste Lebensetappe. Dadurch habe er auch mehr Zeit für Familie, Freunde und sich.

PARTEI ÜBERRASCHT

In der Partei gab man sich auf Anfrage zugeknöpft, es wurde aber unter der Hand auf andere "persönliche Erklärungen" von Politikern in der Vergangenheit verwiesen, bei denen Rücktritte verkündet wurden. Die Funktionäre seien zudem völlig überrascht über den  Schritt des Vorarlbergers. Parteiintern sei noch nichts von diesem  Rücktritt bekannt, über eine Veränderung sei bis dato nicht gesprochen worden, hieß es am Vormittag in Neos-Kreisen.

Der 44-jährige Vorarlberger ist Gründungsmitglied der NEOS. Er hat der Partei vor der Nationalratswahl 2013 maßgeblich zum Erfolg verholfen Bei der Wahl 2017 hatte er die Partei als Spitzenkandidat zum zweiten  Mal ins Parlament geführt. Die Neos konnten dabei leicht zulegen und  kamen auf 5,3 Prozent, was zehn Mandate im Nationalrat bedeutet. Strolz hatte stets betont, maximal zehn Jahre in der Politik bleiben zu wollen.

NACHFOLGE IST NOCH OFFEN

Mögliche Anwärter auf den Parteichef sind die Wiener Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger, sowie der Manager Veit Dengler, einst Mitgründer der Partei. Genannt werden auch Ex-Höchstrichterin Irmgard Griss und der geschäftsführende Klubchef im Parlament, Nikolaus Scherak. Oder auch Salzburgs Landtagsspitzenkandidat Sepp Schellhorn.

ERFOLG IN SALZBURG

Anhand der Ergebnisse der letzten Wahlen segeln die NEOS eigentlich auf Erfolgskurs. In Salzburg stehen sie sogar gerade vor ihrer ersten Regierungsbeteiligung.

(APA,7.5.2018)

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