Masernfälle in Kärnten

Hier findest du alle Infos

Insgesamt gibt es zur Zeit 25 bestätigte Fälle von Masern in Kärnten.

Das Land hat auch die Masernhotline wieder aktiviert. Da kannst du Werktags von 8 bis 10 Uhr anrufen und deine Fragen zum Thema Masern stellen. Die Nummer ist die: 050 536 15102.


Wo kann ich mich impfen lassen?


Wenn du grippeähnliche Symptome und einen trockenen, schmerzhaften Husten haben solltest, melde dich gleich telefonisch bei deinem Hausarzt. Beim Gesundheitsamt Klagenfurt kannst du dich impfen lassen und ebenfalls rund um die Uhr erreichbar ist der hausärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 141.

Beim Gesundheitsamt Villach etwa, gelten immer noch verlängerte Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 8.00 – 12.00 Uhr
Mittwoch 14.00 – 16.00 Uhr


Allgemeine Informationen

Was ist eine Masern-Erkrankung?


Bei Masern handelt es sich um eine hochansteckende virale Infektionskrankheit. Wenn du nicht geimpft bist und mit einer erkrankten Person in Kontakt kommst, ist die Ansteckungsgefahr bei knapp 100%! Eine Erkrankung kann eine Mittelohrentzündung, Lungenentzündung oder Gehirnentzündung verursachen.

Masern sind in Österreich eine meldepflichtige Krankheit.


Wie äußert sich die Krankheit?


Nach 8 - 14 Tagen (maximal 21 Tage) beginnt es meistens mit Fieber, Schnupfen, trockenem Husten, Bindehautentzündung und Flecken an der Innenseite der Wange. Nach etwa 4-5 Tagen entwickelt sich, begleitet von Fieber bis 40°C, ein Ausschlag, beginnend hinter den Ohren und im Gesicht, der sich über den gesamten Körper ausbreitet. Der Ausschlag heilt nach ca. einer Woche mit feiner Schuppung ab.

Wie erfolgt die Ansteckung?


Übertragen wird es von Mensch zu Mensch über:

Erkrankte Personen sind vor dem Auftreten des Vorstadiums bis 4 Tage nach dem Hautausschlag ansteckend.


Können Masern behandelt werden?


Eine eigene Masern-Therapie gibt es nicht. Die Behandlung einer Masernerkrankung richtet sich nach den jeweiligen Symptomen - in den meisten Fällen wird strikte Bettruhe verordnet. Bei Komplikationen oder bei starker Ausprägung einzelner Symptome können z.B. fiebersenkende Medikamente und Hustenmittel verschrieben werden und bei bakteriellen Infektionen (z. B. Mittelohrentzündung) antibiotische Medikamente.


Wie kann ich mich schützen?


Der wirksame Schutz vor der Erkrankung ist eine Impfung mit dem Masern-MumpsRöteln-Impfstoff (MMR). Diese Impfung wird im Rahmen des Gratiskinderimpfkonzeptes in Österreich angeboten und sieht noch im 1. Lebensjahr 2 MMR-Impfungen im Abstand von mindestens 4 Wochen vor. Die MMR-Impfung kann in jedem Lebensalter kostenfrei nachgeholt werden.


PRo & Contra Impfungen


Pros

Der offenkundige Grund - Schutz vor gewissen Krankheiten

Durch Impfungen sollst du vor gefährlichen Krankheiten geschützt werden. Ein Beispiel dafür ist der Tetanus-Erreger, der weltweit vorkommt. Durch ihn können Verletzungen, die man sich draußen ab und an zuzieht zu lebensgefährlichen Lähmungen führen. Dazu kommt, dass Kinderkrankheiten nicht immer harmlos sind. Zum Beispiel die Masern: In einem von 1.000 Fällen kommt es vier bis sieben Tage nach Auftreten des Ausschlags zu einer Entzündung des Gehirns. Mögliche Folgen sind bleibende Gehirnschäden und im schlimmsten Fall der Tod.

Seuchen können ohne Impfungen wieder auftreten

Viele bekannte Krankheiten sind bei uns so gut wie besiegt. Das bleibt aber nur so, wenn weiterhin der größte Teil der Bevölkerung geimpft ist und sog. Impfraten nicht unterschritten werden. Das heißt, dass ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung geimpft ist.  Kinderlähmung oder Diphtherie (da liegt die Impfrate in Europa beispielweise bei über 95%) sind so beispielsweise fast vollkommen besiegt worden.

Vorsorge statt Nachsorge

Unser Gesundheitssystem leidet ja an chronischem Geldmangel und das wird sich wohl auch in naher Zukunft nicht wirklich ändern. Das spricht für eine Impfung im Zweifelsfall: Ein Impfstoff ist nämlich um vieles günstiger als die wochenlange Behandlung von schwer kranken Patienten. Nicht nur die Kosten für Arzt und Medikamente, auch Verdienstausfälle belasten Kassen und Wirtschaft.

Soziale Verantwortung

Nehmen wir da z.B. die Röteln-Impfung: Für Kinder ist die Infektion an sich ungefährlich. Erkranken aber Schwangere, kann dies zu schweren Fehlbildungen des ungeborenen Kindes führen. Hier liegt also eine gewisse Verantwortung in jedem Einzelnen den jeweilig anderen nicht unnötig zu gefährden.

Cons

Impfreaktionen

Viele Impfstoffe sollen ja die körpereigene Abwehr anregen. Das kann immer wieder zu Schwellungen oder vereinzelt auch zu Knötchenbildungen an der Einstichstelle führen. Auch allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber oder Gelenkschmerzen können auftreten. Diese sogenannten Impfreaktionen sind im Schnitt bei jeder dreißigsten Impfung zu beobachten. Sie bilden sich wieder zurück, es bleibt kein dauerhafter Schaden.

Die geimpfte Krankheit bricht aus

Wenn der Impfstoff noch intakte Erreger enthält (Lebendimpfstoff) und das Immunsystem des Geimpften geschwächt ist, kann eine sogenannte Impfkrankheit entstehen. Das bedeutet, dass genau die Krankheit, gegen die man den Körper schützen wollte, ausbricht. Meist verläuft diese Impfkrankheit vergleichsweise schwach. Das ist zum Beispiel nach einer Masern-Impfung möglich, allerdings nur in zwei Prozent der Fälle, oft in einer leichten Form mit Fieber und abgeschwächtem Hautausschlag.

Bleibender Impfschaden

In seltenen Fällen haben Impfungen schwerste Nebenwirkungen, die dauerhafte Schäden bzw. Behinderungen verursachen können. Die Angst vor diesem Impf-GAU hält manche Eltern davon ab, ihre Kinder impfen zu lassen. Immerhin stehen auf der Horror-Liste Dinge wie Krampfanfälle, Erkrankungen des Nervensystems, allergische Reaktionen und Auto-Immunerkrankungen, wie zum Beispiel Multiple Sklerose oder Diabetes Typ 1.

Quelle: https://www.br.de/themen/ratgeber/inhalt/gesundheit/impfenprocontra-5te100.html

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