Maßnahmen bis Ostern

Weder Lockerungen noch Verschärfungen

In Kärnten wird es vor Ostern bei den Coronamaßnahmen weder Lockerungen noch Verschärfungen geben. Das hat die Bundesregierung verkündet. Das heiß die Gastro bleibt zu - der Handel weiter offen

Für Ostern selbst gibt es keine Sonder- oder Besucherregelung. Danach sollen dann nicht nur die Infektionszahlen für weitere Schritte entscheidend sein, sondern auch die Durchimpfungsrate oder wie voll die Intensivstationen sind. 

Auch die diskutierten Eintrittstests für den Handel kommen nicht. Kanzler Kurz hält weiter daran fest: im Sommer soll alles wieder normal sein. In den kommenden Monaten müssen wir aber wohl noch zurückstecken.

Unterschiedliche Regelungen in Bundesländern


Ausnahme bleibt mit der bereits geöffneten Gastronomie somit Vorarlberg.

Kurz verwies auch auf die Möglichkeit regionaler Maßnahmen. Ab einer Inzidenz von über 400 seien „sofort“ Verschärfungen vorgesehen. Dort, wo es die Situation erlaube, seien nach Ostern aber auch Öffnungen möglich.

Zudem soll künftig nicht nur auf die Inzidenz, sondern auch auf die Impfrate der über 50-Jährigen und eben die Lage in den Spitälern abgestellt werden.

Es gibt auch keine Ausnahmeregelungen für die Osterfeiertage selbst, und es gibt vorerst keinen Termin für nächste Öffnungsschritte. Man will "nichts versprechen, was wir nicht halten können."

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) informierten über den mageren Kompromiss. Mit diesem gibt es fürs Erste weder Öffnungen noch die von Experten teils vehement geforderten Verschärfungen, und das trotz stark steigender Infektionszahlen und einer zunehmend kritischen Situation in den Krankenhäusern im Osten des Landes. 

Besorgniserregend sei hier die starke Verbreitung der britischen Variante und die Nähe zu Ländern mit explosiver Entwicklung. Noch diese Woche einen gesonderten Gipfel von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland mit dem Gesundheitsministerium zu einem Maßnahmenpaket geben.

Erreicht ein Bezirk in Österreich eine Inzidenz von 400, werden zwischen dem jeweiligen Bundesland und dem Gesundheitsministerium maßgeschneiderte Maßnahmen vereinbart. Das kann dann auch die Umstellung auf Distance Learning in den Schulen sein. Generell ist vorerst keine Verlängerung der Ferien und auch keine Umstellung auf Distance Learing geplant.

Mehrere Bundesländervertreter haben sich trotz der spärlichen Ergebnisse beim Coronagipfel zufrieden gezeigt. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) freute sich nach der Sitzung vor allem über das angekündigte Anlegen neuer Maßstäbe bei den Entscheidungsgrundlagen. Nicht nur die Inzidenz alleine sei nunmehr maßgeblich. "Man muss das Gesamtpaket betrachten!"

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