Lebensmittelverschwendung

Was jeder einzelne dagegen tun kann

521.000 Tonnen Lebensmittel im Müll


Die vereinten Nationen haben 2020 den 29. September zum internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung erklärt. Denn Nahrungsmittel die im Müll landen ist ein sehr großes Problem. In Österreich werden jährlich bis zu 521.000 Tonnen an noch genießbaren Lebensmitteln einfach weggeschmissen. Das sind etwa 800 Euro pro Haushalt pro Jahr. In der EU sind es rund 88 Millionen Tonnen! 

Laut einer aktuellen Studie von iglo haben wir in Österreich ein doch recht hohes Bewusstsein bezüglich Lebensmittelverschwendung. 98% geben nämlich an bereits etwas gegen das Verschwenden von Lebensmittel zu unternehmen. Gleichzeitig geben aber auch 7 von 10 Personen an, in den letzten drei Monaten Lebensmittel weggeworfen zu haben. 

Die Lebensmittel die im Müll landen sind so aufgeteilt:

  1. 40% Brot und Gebäck
  2. 34% Obst
  3. 24% Gemüse
  4. 21% Milch
  5. 1 % Wurstprodukte

Fertig- und Tiefkühlprodukte werden eher selten weggeworfen. Hier sind es 7% Eier, 4% Fisch, 8% Fleisch und 8% Mehlspeisen.

DAS KANNST DU TUN um lebensmittel nicht zu verschwenden

Wir haben für dich ein paar Tipps zusammengesucht, wie du weniger Lebensmittel verschwenden kannst.


Plane deine Einkäufe
Das ist jetzt keine Überraschung, aber wenn du dir vor dem Einkauf gut überlegst, was du in dieser Woche kochen willst. Überprüfe deine Vorräte und schreibe dir dann zusammen was und vor allem wie viel du brauchst. 

Nicht hungrig einkaufen
Dieser Tipps ist selbsterklärend und wir alle kennen es. Wenn man hungrig einkaufen geht, schlägt man gern einmal über die Strenge und kauft mehr als man eigentlich wirklich braucht. Trink doch einfach ein großes Glas Wasser bevor du losgehst.

Mindesthaltbarkeitsdatum
Nur weil ein Produkt das „Mindesthaltbarkeitsdatum“ überschritten hat, heißt das noch lange nicht, dass es nicht mehr genießbar ist. Dieses Datum ist kein „Verfallsdatum“, es zeigt lediglich an bis wann das Lebensmittel seine in der Werbung angepriesenen Eigenschaften mindestens behält.

Apps die Essen retten
Die kostenlose APP „Too good to go“ ermöglicht es, Essen für wenige Euro aus Gastro-Betrieben abzuholen, da es sonst weggeworfen wird. Das Essen muss aber innerhalb eines bestimmten Zeitfensters abgeholt werden.


Reste einfrieren
Einfrieren kann man so ziemlich alles. Milch-, Butter-, Sahne-, Brot-, Wurst- und Schinken-Reste. Sogar Eier kannst du einfrieren (allerdings musst du sie vorher aufschlagen). Frier es einfach ein :D. Wie lange bestimmte Lebensmittel in der Gefrierschrank bleiben dürfen, kannst du HIER nachlesen. 

Restlessen
Zauber aus deinen Resten doch einfach ein neues Gericht! Du kannst dabei einfach zusammenwerfen was du für gut hältst oder du suchst dir ein Rezept mit deinen Zutaten heraus. Dafür gibt es auch eine gute Internetseite, die dir dabei hilft. Unter https://restegourmet.de/ kannst du eingeben welche Zutaten du hast und et voilà schon hast du ein Rezept!

Lebensmittel richtig lagern
Die richtige Lagerung verlängert die Haltbarkeit. Mehl, Nudeln, Couscous, Linsen und Öle solltest du möglich dunkel und trocken lagern. Früchte aus dem Süden solltest du bei Zimmertemperatur lagern. Salat, Gemüse und Obst haben eine Luftfeuchtigkeit von 60 % sehr gerne also solltest du sie am besten ins Gemüsefach im Kühlschrank legen. Ist das Gemüse in Plastik verpackt, solltest du es besser auspacken, denn das Kondenswasser darin tut dem Gemüse nicht gut! HIER gibt es eine Liste wie du Obst und Gemüse am besten lagerst.

Einkochen
Obst und Gemüse kannst du auch ganz einfach vor dem Mülleimer retten indem du sie einkochst. Egal ob Marmelade oder Kürbis-Chutney. Eingekocht schmeckt vieles gut. Außerdem kannst du deine eingekochten Lebensmittel auch super als kleine Aufmerksamkeit verschenken.
Ps.: Für alle Einkoch-Anfänger gibt es HIER alles wichtige zum Nachlesen.


Tags

Sponsoren