1/3 der Lebensmittel im Müll

So viel Essen verschwendet Österreich

Lebensmittelverschwendung


Wenn Produkte hergestellt, verkauft, geliefert und verbraucht werden, werden dabei viele Lebensmittel verschwendet. Das ist nicht nur teuer, sondern hat auch negative Auswirkungen auf unsere Umwelt. Der WWF meint: Es ist höchste Zeit, das zu ändern.

Produziert für die mülltonne?


Pro Jahr geht laut einer Studie der Welternährungsorganisation etwa ein Drittel der Lebensmittelproduktion „verloren“. Das sind ungefähr 1,3 Milliarden Tonnen. Rund 577.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle fallen jedes Jahr in Österreich an - Landwirtschaft und Großhandel sind da aber noch ausgenommen.

Umgerechnet bedeutet das: Österreich schmeißt jährlich so viel an genießbaren Lebensmitteln weg, wie die gesamte Kärntner Bevölkerung isst. Alleine im Restmüll von österreichischen Haushalten finden sich 157.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelreste – davon ein großer Teil an originalverpackten und nur teilweise verbrauchten Lebensmitteln. Das ist eine enorme Energie- und Ressourcenverschwendung, die auf Kosten unserer Umwelt geht.  

Das muss sich Ändern


Die Lebensmittelverschwendung vom Feld bis zum Teller kann stark verringert werden – und somit unsere Ressourcen geschont und CO2-Emissionen vermieden werden. Noch immer gelten strenge Vorgaben für das Aussehen und die Größe von Lebensmitteln als wesentliche Ursachen für Lebensmittelreste – krumme Gurken oder zu kleine Äpfel sind zur Seltenheit geworden. Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum ist häufig der Grund, dass noch genießbare Lebensmittel weggeworfen werden, da es für ein Wegwerfdatum gehalten wird. Auch die Sinnhaftigkeit des Mindesthaltbarkeitsdatums für bestimmte Lebensmittel wie Salz oder Mineralwasser gehört dringend hinterfragt.

Quelle: www.wwf.at

So kannst du helfen


Einkaufen

Lieber nicht hungrig einkaufen
Sind die Augen größer als der Magen? Um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, lohnt sich den Einkauf vorher zu planen.

Mehr ist nicht immer besser 
Verlockende Mengenrabatte in Supermärkten? Das führt häufig dazu, mehr zu kaufen als tatsächlich benötigt wird. Am Ende landen sowohl Essen als auch Ersparnis im Müll.

Liebe das Fehlerhafte 
Vor allem bei Obst und Gemüse macht es Sinn, das Stück mit der ungewöhnlichen Form und dem kleinen braunen Fleck zu wählen. So zeigen wir auch dem Handel, dass uns Lebensmittel wichtig sind.

Kochen

Lagerung ist die halbe Miete 
Werden Lebensmittel entsprechend der Verpackungsempfehlungen und am richtigen Ort im Kühlschrank aufbewahrt, erhöht dies Haltbarkeit und Frische. Als Grundregel gilt: Neue Einkäufe immer hinten verstauen, Essensreste luftdicht aufbewahren oder portioniert ins Gefrierfach.

Kreative Verwertung
Essensreste oder angebrochene Lebensmittel lassen sich in neue Kreationen verwandeln. Überreife Früchte werden zu Smoothies und altes Brot zur Suppeneinlage.

„Mindestens haltbar bis“ und nicht „tödlich ab“
Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) besagt, dass ein Produkt mindestens bis zum angegebenen Zeitpunkt haltbar ist. Mindestens. Danach einfach mal riechen oder kosten.

Fleisch und Fisch gehören nicht in den Abfall
Anders als beim MHD sollte das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) bei frischen Lebensmitteln, wie Fleisch und Fisch, unbedingt eingehalten werden. Deshalb diese Produkte seltener und erst dann einkaufen, wenn die Idee für das Menu konkret ist.

Essen

Nimm’s mit nach Hause
Die Portion im Restaurant war zu groß? Einfach einpacken lassen und am nächsten Tag genießen. Am besten in der Mehrwegverpackung.

Teilen statt Verschwenden
Zu viel eingekauft? Genießbare Lebensmittel können den Nachbarn angeboten oder in einen „Fairteiler“ gebracht werden. Bei größeren Mengen macht es Sinn sich mit einer sozialen Einrichtung zu vernetzen.
 

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