Kontrollierte Selbsttests fix

Auch Kärnten erweitert das Test-Angebot

Angebot wird ausgeweitet


Leitfaden für Teststraßen in Gemeinden überarbeitet – Selbsttests kommen zur Anwendung, Kapazitäten können in Anbetracht angekündigter Öffnungen im Mai ausgeweitet werden – LHStvin. Prettner appelliert: „Testen muss zum Alltag gehören“

Die Novelle der COVID-19 Schutzmaßnahmenverordnung schafft nun die Möglichkeit, dass Selbsttests unter Aufsicht einer verantwortlichen Person durchgeführt werden können und ein Nachweis durch eine befugte Stelle schriftlich ausgestellt wird.

Damit können Personen mittels negativem Testergebnis und schriftlichen Nachweis diesen Selbsttest auch für beispielsweise einen Friseurbesuch verwenden. „Mit dieser Novelle schaffen wir einerseits für die Bevölkerung eine Erleichterung, andererseits können die Testkapazitäten ausgeweitet werden. Auch die Bereitschaft, sich testen zu lassen, wird damit forciert“, hält Gesundheitsreferentin LHStvin Beate Prettner fest.


Mehr Kapazitäten für Öffnungen im Mai


Aus diesem Grund und vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung angekündigten großen Öffnungsschritte Mitte Mai adaptiert das Land den Teststraßen-Leitfaden für Gemeinden. Die Gemeinden können schon seit geraumer Zeit selbständig Teststraßen errichten, die Finanzierung erfolgt durch den Bund. 

Dadurch, dass in Teststraßen nun auch die Selbsttests zur Anwendung kommen, kann die Testkapazität wesentlich erhöht werden, ohne dass medizinisches Personal notwendig ist. Vor allem in Hinblick auf die angekündigten Öffnungen und die damit verbundenen Eintrittstests kann die Testschlagzahl in Kärntens Kommunen wesentlich erhöht werden.

Denn die Öffnungsschritte werden mit klaren Sicherheitskonzepten hinterlegt sein und eines davon ist die breitangelegte Teststrategie, damit sich so viele Menschen wie möglich regelmäßig testen lassen können. „Testen wird uns weiter begleiten, wenn wir den Menschen Sicherheit geben wollen. Die Integration der Selbsttests macht es auch für die Kommunen leichter, den Bürgerinnen und Bürgern Testmöglichkeiten vor Ort anzubieten“, so Prettner. 

Die Gesundheitsreferentin appelliert an die Bevölkerung, das mehrmalige Testen pro Woche anzunehmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern und um sich selbst und Angehörige zu schützen. „Testen muss zu unserem Alltag gehören“, erklärt Prettner.


Gemeinden organisieren Tests weiterhin


Die Gemeinden können beides anbieten: Teststraßen mit professionellen Testern und mit Selbsttests. Auch Testungen in Unternehmen können nun durchgeführt werden. Daher werden Kooperationen der Gemeinde mit einem Unternehmen, das größere Testungen durchführt, möglich.


Wie lange ist er gültig und wer kontrolliert?


Ein Selbsttest, durchgeführt unter Aufsicht einer verantwortlichen Person, gilt 48 Stunden. Diese Person kann auch ein Gemeindebediensteter sein. Eine Einschulung betrifft lediglich die Handhabung des Testkits.


Ab wann wird in Kärnten mit den neuen Tests begonnen?


 In der Kärntner Landesregierung werden die Landesbediensteten schon einmal auf diese Art und Weise getestet - hier handelt es sich um ein Pilot-Projekt. In den Teststraßen wird derzeit noch die Umsetzung geplant, ein offizieller Start-Termin steht noch nicht fest, er soll aber schon bald kommuniziert werden.

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