Kein Impfstoff wegen Wien-Wahl

Bei Grippe-Impfungen droht ein Engpass

Ausgerechnet in diesem Jahr, in dem die Corona-Krise die Gesundheits-Einrichtungen vor riesige Herausforderungen stellt und Grippe-Symptome jenen von Corona ähneln, wird in fast allen österreichischen Bundesländern der Grippe-Impfstoff knapp.

Eigentlich überall, außer in Wien. In der Bundeshauptstadt wird als Wahl-Zuckerl vor der Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr nämlich eine gratis Grippe-Impfung angeboten - damit ist ein Großteil der heuer ohnehin schwer zu bekommenden Impfdosen nach Wien verkauft worden.

Wir haben mit Paul Hauser, dem Landespräsidenten der Kärntner Apothekerkammer über die aktuelle Situation gesprochen:


Wie schaut die aktuelle Situation rund um die Grippe-Impfung in Kärnten aus?

Den Grippe-Impfstoff wird es geben - er könnte jeden Tag kommen. Wir hoffen, dass es genug Impfstoff geben wird - ein bisschen davon ist uns 'abhanden gekommen'. In Wien wird eine Gratis-Impfung als Wahl-Zuckerl angeboten - da haben wir leider das Nachsehen.

Ist Nachschub in Sicht?

Wir haben alle Hebel in bewegung gesetzt, damit wir Anfang Dezember Impfstoff nachbekommen und alle Kärntnerinnen und Kärntner versorgen können.

Wird es Engpässe geben?

Am Anfang wird es sicher Engpässe geben, deshalb rate ich allen die sich impfen lassen wollen - vor allem Personen über 65, deren Immunsystem nicht mehr so intakt ist wie bei jungen Menschen - dass sie sich gleich am Anfang impfen lassen sollen.

Welchen Rat haben Sie an die Personen die sich impfen lassen wollen?

Bitte Impfungen vorreservieren! Die kommen dann im Dezember. Dann ist es wahrscheinlich auch noch früh genug um sich impfen zu lassen - meistens kommt das Grippe-Virus ja erst Ende Jänner, Anfang Februar nach Österreich.

Von 1. Oktober bis Ende Dezember wird es eine Grippe-Impfaktion der Apothekerkammer gemeinsam mit der ÖGK geben - da gibt es den Impfstoff um 17,- Euro.

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