Katzen aus Messiehaus gerettet

© TiKo_Nina Zesar

Tiere waren komplett verwahrlost

Mitte April bekam die Tierrettung Kärnten einen Anruf der Polizei und wurde gebeten einen Hund abzuholen. Die Besitzerin sei verstorben.

Beim Eintreffen am Einsatzort in Eberndorf stellte sich heraus, dass sich außer dem Hund noch einige Katzen im Haus befinden sollen. Die genaue Anzahl war nicht bekannt. Es wurde ein zweites Tierrettungsfahrzeug und weitere Tierretter angefordert. Als die vier Tierretter das Haus betraten, erschauderten sie: kleine Käfige, Dreck und Kot überall, der Gestank war unerträglich.

 

17 Main Coon und Perser Mischlinge
 
Aufgrund der erhöhten Sicherheitsbestimmungen in Zeiten von Corona war der Tierrettungseinsatz besonders kräftezehrend. Insgesamt wurden 17 Main Coon und Perser Katzen (vermutlich alles Mischlinge) aus dem Haus geborgen und zur Versorgung ins TiKo gebracht. Das Fell der Katzen ist stark verfilzt und verdreckt, die Augen verklebt und teilweise eitrig. Einige haben Schnupfen, alle sind verfloht. Ihre Zähne sind in einem äußerst schlechten Zustand! Die meisten der Katzen sind scheu und verängstigt.

 

Der Hund, ein kleiner Papillon, ist ebenfalls stark verfilzt, verfloht und sehr dünn. Seine Haut ist so mitgenommen, dass er am Rücken kaum noch Haare hat. Anfangs sehr verschreckt, taut der kleine Kerl aber schon nach ein paar Tagen etwas auf. Er sucht bereits die menschliche Nähe.

 

Aufwendige Versorgung
 
Die Tiere befinden sich seit der Rettung im TiKo unter Quarantäne und werden unter besonderen Hygienemaßnahmen medizinisch versorgt, aufgepäppelt und liebevoll gepflegt. Da sehr viele der geborgenen Katzen unter FORL leiden, einer schmerzhaften Erkrankung der Zähne und des Zahnfleisches, müssen kostenintensive Zahnsanierungen vorgenommen werden. Übliche Behandlungen, wie Wurm- und Flohkuren, Impfungen und Kastration stehen ebenfalls bei fast allen Katzen an. Der finanzielle Aufwand ist dementsprechend hoch!

 

 „17 wunderschöne Katzen in unglaublich verschmutzten, mit Kot verschmierten, kleinen Käfigen vorzufinden, bricht das Herz. Es ist immer wieder unfassbar, dass so ein Tierleid jahrelang unentdeckt bleibt. Wir können nur immer wieder aufklären und überforderten Tierbesitzern unsere Hilfe anbieten.“

Dr. Tara Geltner, Präsidentin des Landestierschutzvereins Kärnten

 

Spendenaufruf „Messiehaus“

Das TiKo bittet um Spenden für die verwahrlosten Tiere, um die bestmögliche Versorgung und die nötigen Behandlungen durchführen zu können. Denn nun heißt es anpacken, um die Tiere ehestmöglich an liebevolle Plätze vermitteln zu können. Sie haben ein tolles neues Zuhause verdient!

Spenden sind direkt auf der TiKo-Webseite unter www.tiko.or.at/messiehaus oder an das TiKo Spendenkonto mit dem Verwendungszweck „Messiehaus“ möglich.

Spendenkonto:
IBAN: AT96 5200 0000 0400 9991
 BIC: HAABAT2K

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