"In mir schauts schlimm aus."

Kleine Zeitung/Traussnig

Strauß äußert sich zu Impfvorwürfen

„Nach außen bin ich stark aber in mir drinnen schauts schlimm aus!“ - das sagt uns der 2. Landtagspräsident Jakob Strauß im exklusiven Antenne Interview, in dem er etwas erschöpft klingt.

Er ist einer der Politiker die schon eine Coronaimpfung bekommen haben und denen vorgeworfen wird sich vorgedrängelt zu haben. 

Strauß versteht den Unmut rund um seine Person. Er betont aber auch: er sei als Obmann des Sozialhilfeverbandes regelmäßig in Pflegeheimen. Deshalb habe er die Impfung auch angeboten bekommen. Impfen gelassen habe sich Strauß aber erst, nachdem ihm mehrfach versichert wurde, dass er die Impfung niemandem wegnehme. 

Ob auch seine Frau geimpft wurde will Strauß nicht kommentieren.

Der von der von der Personalvertretung geforderte Rücktritt ist kein Thema für ihn. 


Jakob Strauß im exklusiven Antenne Interview



Das Statement von Jakob Strauss zum Nachlesen 


Sehr geehrte Damen und Herren,

geschätzte Medienvertreter*innen,

zu den Vorwürfen gegen mich in Zusammenhang mit einer erhaltenen Impfung gegen das Coronavirus beziehe ich wie folgt Stellung:

Es tut mir aufrichtig leid, und ich entschuldige mich bei allen, insbesondere bei jenen Menschen, die sich durch das vermittelte Bild vor den Kopf gestoßen fühlen. Ich habe größtes Verständnis für den Unmut, der dadurch gegen mich gerichtet ist. Die Impfung an mir durchführen zu lassen, war im Nachhinein betrachtet ein Fehler, den ich so sicher nicht mehr begehen würde, und für den ich mich entschuldige. Wichtig ist es mir festzuhalten, dass niemand anderem dadurch eine Impfung vorenthalten wurde.

Nichtsdestotrotz darf ich in dem Zusammenhang um Berücksichtigung der Fakten in der Berichterstattung bitten:

Ich habe meine Funktion als Obmann des Sozialhilfeverbandes seit jeher sehr ernst genommen. Mit der Corona-Pandemie sind große Herausforderungen eingetreten, die nachvollziehbar enormen Mehraufwand mit sich bringen. Deswegen stehe ich bis heute in ständigem Austausch mit der Geschäftsführung des Sozialhilfeverbandes, dem Vorstand und dem Personal, bin dafür auch permanent im Pflegeheim vor Ort.

Am 14.01.2021 habe ich meiner Funktion als Obmann des Sozialhilfeverbandes Völkermarkt im Altenwohn- und Pflegeheim in Völkermarkt eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Und zwar erst, nachdem ich in einem Gespräch mit der Geschäftsführung des Sozialhilfeverbandes unmissverständlich klargemacht habe, dass bevor mir diese Impfung verabreicht wird, jedenfalls ausgeschlossen werden muss, dass diese Impfdosis einem anderen, einem älteren Menschen, der ein erheblich höheres Infektionsrisiko hat als ich, verabreicht werden kann. Mir wurde versichert, dass das nicht der Fall sei. Ebenso wurde mir glaubhaft versichert, dass bereits sowohl alle impfwilligen Bewohner*innen als auch sämtliche impfwilligen Mitarbeiter*innen des Seniorenzentrums Völkermarkt ihre Impfung erhalten haben. Weiters wurde mir glaubhaft versichert, dass es auch nicht möglich sei, diese Impfdosis einem anderen Menschen außerhalb des Pflegeheimes zu verabreichen. 

Zusammenfassend: Erst nachdem mir seitens der Geschäftsführung des Sozialhilfeverbands glaubhaft und beruhend auf der aktuell gültigen Verordnungs- und Gesetzeslage versichert wurde, dass diese Impfdosis ansonsten verdorben und damit verloren sei, habe ich der Verabreichung zugestimmt. 


Trotzdem war das offensichtlich ein Fehler, für den ich mich in aller Form aufrichtig entschuldige. 

 Jakob Strauß

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