Hausgrille als Lebensmittel

Alternative Produkte ab jetzt erlaubt

Das große Krabbeln im Supermarktregal kommt!


Möglich macht das eine neue EU-Regelung. Sie erlaubt es, ab nächster Woche Grillen und Getreide-Schimmelkäfer in Pulverform in Nahrungs-mittel zu mischen. Und zwar in fast alle Lebensmittel: Brot, Nudeln oder Wurst. Wichtige Info für alle, die sich vegan ernähren: In Fleisch- und Milchersatzprodukten sind auch bis zu 5 Prozent Insektenpulver erlaubt.

Wie genau insekten & pilze verarbeitet werden siehst du hier:

Hausgrille

Als Pulver darf das Insekt künftig in diversen Lebensmitteln verarbeitet werden, etwa in Back- und Teigwaren, bierähnlichen Getränken oder auch Schokoladenerzeugnissen. Die offizielle Bezeichnung der Zutat, die auf Produkten angegeben werden muss, lautet:

"teilweise entfettetes Pulver aus Acheta domesticus (Hausgrille)"

Getreideschimmelkäfer

Die Larven des Getreideschimmelkäfers dürfen in getrockneter, gefrorener, pulverisierter und pastenartiger Form ebenfalls in Back- und Teigwaren, Cerealien und Snacks (außer Chips) verwendet werden. Die offizielle Bezeichnung lautet entweder

"gefrorene Larven/Paste aus Larven von Alphitobius diaperinus (Getreideschimmelkäfer)" oder "getrocknete Larven/Pulver aus Larven von Alphitobius diaperinus (Getreideschimmelkäfer)"

Vitamin-D2-Pilzpulver

Das Pilzpulver mit Vitamin D2 darf als Nahrungsergänzungsmittel (unter Vorgabe entsprechender Höchstwerte) unter anderem Cerealien und Getreideriegeln, Säften und Suppen zugesetzt werden.

Fermentiertes Erbsen- und Reisprotein

Das mithilfe des Shiitake-Pilzes fermentierte Protein-Pulver aus Erbsen und Reis kann beispielsweise als Mehl-Ersatz für Backwaren und Cerealien genutzt werden, aber auch in Fleischerzeugnissen oder Fleischersatzprodukten verwendet werden.


Allergiker aufgepasst

Grundsätzlich ist der Verzehr von Insekten gesundheitlich nicht bedenklich. Trotzdem sollten Allergiker besondere Vorsicht walten lassen und die Etiketten genau lesen. Für Personen mit Allergien gegen Krebstiere und Hausstaubmilben könnten Speiseinsekten nämlich eine allergische Reaktion auslösen.