Ein Faden, dünner als ein Haar

Schnelleres Internet durch Glasfasern

Streaming, Surfen, Home Office und Homeschooling


Die Datenmengen steigen gewaltig und damit wird auch der Ruf nach schnellem Internet lauter. Die Lösung: Glasfaser. Mit einem Glasfaseranschluss wird eine stabile Internetversorgung gewährleistet, unabhängig von der Tageszeit und wie viele Nutzer gerade im Internet surfen. Schon heute können in Haushalten Bandbreiten von 1.000 Mbit/s realisiert werden. Dabei wechselt die Informationsübertragung von alten Kupferleitungen zu modernen Glasfasern und Licht. Ein Glasfaserkabel besteht aus dutzenden Lichtwellenleitern, die gebündelt sind.

Christian Müller aus Althofen verwendet zu Hause schon Highspeed-Internet. Er erzählt uns von den Vorteilen im Beruf, Homeoffice, Homescooling oder Streaming und wie viel es kostet, sein Internet auf Glasfaser umzustellen.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  1. Fasern aus Glas, dünner als ein menschliches Haar
  2. günstiger als Kupferkabel
  3. lange Lebensdauer (Nutzungsdauer von 100 Jahren)
  4. Datenübertragung über Lichtwellen, mit einer Geschwindigkeit von 300.000 km/s
  5. keine Dämpfung, keine Strahlung
  6. unempfindlich gegenüber Magnetfeldern (Blitz, Strom etc.)
  7. kein Geschwindigkeits- oder Qualitätsverlust über längere Strecken (wenn Sie am Äquator ein Foto um die Welt schicken, kommt es auf einer Glasfaserleitung 7 Mal in der Sekunde bei Ihnen vorbei)


Wie genau das funktioniert, erklärt uns Josef Polster,
er ist Leiter des Telekom-Bereichs der Kelag.

„Der Glasfaser-Zug ist nicht mehr aufzuhalten“


Die Glasfasertechnologie an sich ist nicht neu. Seit Jahrzehnten wird diese Technologie bereits zur Überbrückung von großen Distanzen in der Telekombranche eingesetzt. Durch den technologischen Fortschritt ist es in den letzten Jahren möglich geworden, diese Highspeed-Technologie auch im Endkundenmarkt anzubieten. Wir haben mit Manfred Freitag gesprochen - er ist Sprecher des Vorstandes der Kelag und glaubt an die neue Technologie:



„Die Datenmengen in der Pandemie sind extrem gestiegen“


Die Kelag verfügt über 2000 km Glasfasernetz in Kärnten, dieser sogenannte Backbone ist in fast allen Gemeinden in Kärnten verfügbar. Von dort können bei Bedarf die angrenzenden Orte an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Abhängig von den baulichen, landschaftlichen und örtlichen Gegebenheiten können verschiedene Verlegetechniken zum Einsatz kommen. Beim konventionellen Tiefbau wird zum Beispiel die Erdoberfläche geöffnet, ein 60 bis 125 Zentimeter tiefer Graben ausgehoben und Abzweigungen zu den Häusern der Kunden verlegt. Roland Rogger ist verantwortlich für den Vertrieb und die Vermarktung von Glasfaserinternet, die die Kelag in ganz Kärnten ausbaut:

„WIR INVESTIEREN 43 MILLIONEN EURO IN DEN NÄCHSTEN ZWEI JAHREN“


In den Ausbau-Gebieten bietet die Kelag den Glasfaser-Anschluss um einmalige 299 € an, die monatliche Kosten bei den Providern beginnen bei rund 35€. Im Vergleich: in Niederösterreich   kostet so ein Anschluss teilweise 2.000 Euro. Die Kelag ist derzeit in 30 Kärntner Gemeinden aktiv. Wichtig ist, dass ein Glasfasernetz nur errichtet werden kann, wenn die Nachfrage passt – es braucht mindestens 40 Prozent der potentiellen Kunden. Der Grund: In ländlichen Gebieten sind der Bau und der Betrieb von Glasfasernetzen zu aufwendig und zu teuer, dass er sich selbst rechnen würde. Deshalb organisiert das Land Kärnten über die Breitbandinitiative Kärnten den Ausbau. Derzeitige Projekte sind in den Gemeinden Bad Bleiberg, Nötsch, Hermagor, Kötschach-Mauthen, Oberdrauburg, Irschen und Lavamünd. Bis Ende 2024 sollen 536 Kilometer Leitung fertig sein, das macht Randregionen attraktiver.



Wie schnell ist dein Internet zu Hause?

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