Frühjahrsputz

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Das Grossreinemachen

Um der Frühjahrsmüdigkeit den Garaus zu machen, greifen viele Menschen zu Staubwedel und Wischmop, sobald nach dem Winter die ersten Sonnenstrahlen den Frühling einläuten. Das Großreinemachen hat aber nicht nur den Effekt, dass die eigenen vier Wände hinterher wieder in sauberem Glanz erstrahlen. Stattdessen wirkt es sich auch auf psychologischer Ebene positiv aus.

Der Kärntner Frühjahrsputz hat Tradition

In diesem Jahr hat der Frühling ungewöhnlich früh Einzug gehalten. Dementsprechend schwingen bereits jetzt viele Österreicher den Staubwedel und stimmen sich auf die warme Jahreszeit ein. Normalerweise findet der Frühjahrsputz erst gegen Ende März oder Anfang April statt, dann, wenn auch die Kärntner Landesstraßenmeistereien ausrücken. Denn hier hat der Frühjahrsputz eine ganz eigene Tradition. Unter dem Motto „Gemeinsam machen wir Kärnten sauber!“ werden alljährlich die Überreste des Winters wie Streugut oder Laub entfernt und die Straßen, Parks, Rastplätze, Brücken, Entwässerungsanlagen & Co optisch sowie funktional auf Vordermann gebracht. Etwa 13.000 Arbeitsstunden werden dafür fällig. Ein Aufwand, der somit rund 700.000 Euro kostet. Doch die Erfolge sprechen für sich: Etwa 100 LKW-Ladungen voll mit Müll werden beim Großreinemachen in Kärnten aus Straßen, Umwelt und öffentlichen Plätzen aufgesammelt sowie fachgerecht entsorgt. Sieben Kehr- und Spülgeräte bringen die Straßen wieder auf Hochglanz und machen die Beschriftungen unter Ablagerungen sowie Dreck wieder sichtbar. 17 Straßenmeistereien sind bei diesem Frühjahrsputz beschäftigt. Das Ziel: Ein sauberes Kärnten mit einer gesunden Umwelt und glücklichen Bürgern.

Der psychologische Aspekt beim alljährlichen Saubermachen

Glück ist ein wichtiges Stichwort, denn tatsächlich kann der Frühjahrsputz die Menschen glücklicher machen. Das gilt für die Kärntner, welche sich über die sauberen Straßen freuen, aber auch für das eigene Zuhause. Wer die heimischen vier Wände auf Vordermann bringt, genießt dadurch zahlreiche positive Effekte auf die eigene Psyche: Der Frühjahrsputz kann Depressionen mildern und Menschen Klarheit sowie eine tiefe innere Ruhe schenken, so das Ergebnis einer Umfrage

Der Wechsel von der kalten zur warmen Jahreszeit ist für viele Österreicher*innen der perfekte Anlass, um die Wohnung beziehungsweise das Haus von Grund auf zu putzen. Es herrscht Aufbruchsstimmung, um die Wintersachen zu verstauen. Alles bereit zu machen für die heißen Monate, dient für viele Menschen als Einstimmung auf die kommenden Wochen. Sie befinden sich geradezu in einer Euphorie, philosophieren während des Putzens über ihr Leben und fühlen sich anschließend befreit sowie bereit für den Frühling. Diese Psychologie in Worte zu fassen, fällt schwer. Doch jeder Mensch, der schon einmal das Großreinemachen im Februar, März oder April hinter sich gebracht hat, dürfte das befriedigende sowie befreiende Gefühl kennen, welches es hinterlässt.

Mit dem Frühjahrsputz wird neue Energie für das bevorstehende Frühjahr und den Sommer getankt. Fotolia.com © Stefan Körber 


Es ist die Ordnung im Außen, welche nach dem Frühjahrsputz auch im Inneren einkehrt. Viele Menschen empfinden das Putzen sogar als Meditation. Es ist zwar körperlich anstrengend, führt dafür aber geistig zu einer tiefen Entspannung und macht Raum für neue Pläne sowie Träume. Das Putzen wird zum reinigenden Ritual für das Schöpfen neuer Energie. Energie für all jene Dinge, die anschließend in den warmen Frühlings- und Sommermonaten umgesetzt werden sollen. Einige behaupten sogar, der Frühjahrsputz mache einen zum besseren Menschen. Darüber mögen die Meinungen geteilt sein, ausprobieren sollte dies wohl dennoch jeder einmal.

Eine Checkliste für den geordneten Frühjahrsputz

Sei es also, um zu einem solchen „besseren“ beziehungsweise glücklicheren Menschen zu werden, oder einfach, um den Dreck als Überbleibsel aus dem Winter zu beseitigen, die dicken Decken & Co zu verstauen und Frühling in die eigene Bude zu bringen: Es gibt viele verschiedene Gründe für den Frühjahrsputz. Wer sich an das Vorhaben wagt, ist aber mit einer Checkliste gut beraten. Diese hilft dabei, die Putzaktion geordnet anzugehen, nichts Wichtiges zu vergessen und möglichst effizient zu arbeiten. Diese Checkliste sollte vor (!) Beginn des Frühjahrsputzes angelegt werden und sämtliche To-Dos auflisten. Sinnvoll ist es also, diese nach dem Großreinemachen nicht zu entsorgen, sondern für das nächste Jahr aufzubewahren sowie regelmäßig zu aktualisieren. Wer einen Überblick über die anstehenden Aufgaben hat, kann diese anschließend auch einfacher in eine sinnvolle Reihenfolge bringen und sich somit eine Menge Zeit, Aufwand sowie Ärger ersparen, wenn beispielsweise das notwendige Reinigungsmittel fehlt. Die Checkliste dient somit auch als Grundlage für die Einkaufsliste.

Gelassen bleiben und mit Köpfchen an die Sache herangehen

Wer nun angesichts der zahlreichen To-Dos auf der Checkliste erschrickt und sich unmittelbar unter Stress gesetzt fühlt, sollte sich entspannen. Der Frühjahrsputz ist kein Muss und vor allem muss er nicht an einem Tag erledigt werden. Der Anfang ist bekanntlich am schwersten. Einmal begonnen, fällt das Putzen plötzlich viel leichter und Punkt für Punkt auf der Aufgabenliste wird abgehakt. Geht irgendwann die Zeit oder Energie aus, wird der Frühjahrsputz eben unterbrochen und am nächsten Tag oder in der nächsten Woche weitergeführt. Ruhe zu bewahren und gelassen zu bleiben, macht nicht nur produktiver, sondern auch glücklicher.

Anstatt sich also den Kopf darüber zu zerbrechen, wie viel Arbeit noch auf einen wartet und wie man diese stemmen soll, dient die Konzentration lieber der Ordnung der Checkliste: Wer will, kann den Frühjahrsputz Raum für Raum in Angriff nehmen. Andere Menschen gehen lieber nach einem anderen System vor: Sie putzen beispielsweise erst alle Fenster. Wenn sie nun den Glasreiniger ohnehin in der Hand haben, folgen die Spiegel sowie Glasoberflächen. Anschließend werden alle Waschbecken entkalkt und währenddessen wirken jene Reinigungsmittel wie der WC-Reiniger ein, die etwas mehr Zeit benötigen. 

Fenster putzen mit System: Gerade beim Frühjahrsputz sollte das Reinigen der Fenster bedacht angegangen werden. Fotolia.com ©  Voyagerix 

Schlussendlich steht es also jedem frei, wir er sein Großreinemachen am liebsten organisieren möchte. Hauptsache, die Reihenfolge ist sinnvoll sowie produktiv. So wäre es natürlich unnötige Arbeit, wenn erst gestaubsaugt, anschließend staubgewischt und dann noch einmal staubgesaugt wird. Die Meisten gehen deshalb nach dieser Reihenfolge vor: Ausmisten, aufräumen, Fenster putzen, Oberflächen putzen sowie staubwischen, Bad und Küche putzen, staubsaugen und wischen.

Geheimtipps für den effektiven Frühjahrsputz

Nach getaner Arbeit sollte die Wohnung wieder in frischem Glanz erstrahlen. Jedoch warten auf dem Weg zu diesem Ergebnis einige Herausforderungen. Hartnäckiger Kalk, Schimmel & Co zum Beispiel, die sich nicht mit einem Wisch entfernen lassen. Folgende Tipps helfen deshalb dabei, den Frühjahrsputz noch effektiver zu gestalten:

Mit diesen Tipps sollte der Frühjahrsputz zum Kinderspiel werden und zu den strahlend reinen sowie „glücksbringenden“ Ergebnissen führen, die man sich erhofft hatte. Viel Spaß!

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