"Freunde sind jetzt wichtig!"

Tipps vom Psychologen für Eltern&Kinder

Die Eltern sind daheim im Home Office und die Kinder haben keine Schule. Deshalb haben wir uns einige Tipps vom Psychologen Wilfried Gfrerer geholt wie wir am besten mit der gemeinsamen Zeit umgehen. Im Antenne Interview verrät er uns etwa wie wichtig Freundschaften jetzt auch für Kinder sind und ob Onlinespiele auch soziale Kontakte bringen können. Außerdem hat er einige Tipps für gemeinsame Aktivitäten und erklärt, wie Eltern ihren Kindern die jetzige Situation näherbringen können. 

Wie schwer is es gerade für die Kinder?


Jüngeren Kinder fällt die Umstellung nicht so schwer, weil sie mehr an die Eltern gebunden sind. Für Kinder die schon in der Schule sind - also ab 6 Jahren und bis zu Pubertät - fällt es schwerer sich umzuorientieren. 

Wie sollen die Kinder/Jugendlichen Kontakt halten?


Der Kontakt mit den Schulkollegen und Freunden ist sehr wichtig. Man kann mit kleineren Kindern die Freunde über Videochat anrufen, Jugendliche können sich über Chats austauschen. Dass sie jetzt aber den ganzen Tag Videospiele spielen, davon rät der Experte ab. Es gibt in Spielen zu wenig Kommunikation - ein Einzelgespräch hilft bei der Problembewältigung viel mehr. 

Fixe Regeln sind wichtig


Den ganzen Tag am Handy oder vor dem Computer sitzen ist nicht gut für Kinder, man sollte die üblichen Regeln beibehalten. Zum Beispiel: Ein 10-Jähriges Kind sollte nur 1,5 Stunden Medienzeit pro Tag haben  und dann auch machen können, was sie wollen. Dazu sollten den die Videochats und die Gesprächen mit Freunden und Verwandten aber nicht dazuzählen.

Wie kann ich meine Kinder beschäftigen?


Nach 4 Wochen daheim wird einigen Kinder wahrscheinlich langweilig. Also sollten sinnvolle Aktivitäten zu Hause gemacht werden - zum Beispiel: Sport machen, lesen, ein Fotobuch gestalten, Spiele spielen oder Videos ansehen: Kopfstand lernen, Handstand lernen, etc.

Auch auf antenne.at findest du Ideen, was du daheim alles machen kannst:

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Wie erkläre ich die Situation meinen Kindern?


Zuerst sollten gerklärt werden, was die Kinder über das Thema schon wissen und ihnen dann ihre Fragen altersgerecht beantworten. Zum Beispiel einem Vierjährigen sollte man besonders viel Sicherheit vermitteln und mit einem 15-Jährigen wie mit einem Erwachsenen reden. 

Vor allem ist es wichtig das Thema ruhig zu erklären: dass es zwar jetzt eine besondere und schwierige Situation ist, aber dass wir das alle gemeinsam schaffen und es wieder vorüber geht. 

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