Flüsse, Bäche, Gletscher

Stromerzeugung aus Wasserkraft


"WASSERKRAFT ALS SÄULE DER ERNEUERBAREN ENERGIE IN KÄRNTEN“


1.270 stehende Gewässer, 8.000 Flusskilometer, 60 Heilquellen und 43 Gletscher machen Kärnten zum Wasserland Nummer eins. 

Allein der Kelag-Konzern erzeugt in einem Regeljahr rund 2,1 Milliarden kWh Strom aus Wasserkraft. Herzstück ist die Kraftwerksgruppe Fragant in der Goldberggruppe, der Kreuzeckruppe und im Mölltal. Das europaweit einzigartige System besteht aus sechs großen und mehreren kleinen Hochgebirgsspeichern, sieben Speicher- und drei Laufkraftwerken. Über Stollen, Beileitungen und Ausgleichsspeicher wird das Wasser zu den Turbinen in den Krafthäusern geleitet oder in höher gelegene Speicherseen gepumpt. Die Speicher dienen außerdem dem Hochwasserschutz, da sie bei großen Niederschlagsmengen Teile des natürlichen Abflusses zurückhalten können. Im Fall eines Blackouts kann selbstständig Strom erzeugt und somit das Netz Stück für Stück wieder aufgebaut werden.



„STROMAUSBAU DURCH WIND, WASSERKRAFT UND PHOTOVOLTAIK“


Kärnten deckt heute 55% seines Gesamtenergiebedarfes mit erneuerbarer Energie, vor allem mit Wasserkraft, Abwärme und Biomasse. Der Rest fällt immer noch auf fossile Energieträger, vor allem Diesel und Benzin, Heizöl und Erdgas. Hoch ist der Anteil fossiler Energie im Straßenverkehr, in der Industrie und nach wie vor bei der Raumwärme. Die engagierten Pläne sehen einen Umstieg auf 100% erneuerbare Energien in den Sektoren Strom und Wärme bis 2025 und im Sektor Verkehr bis 2035 vor.



„Anlagen reparieren, bevor sie ausfallen“


Die Kelag allein betreut 61 Wasserkraftwerke in Kärnten und der Steiermark – von Pumpspeicher- über Speicher- bis zu Laufkraftwerken. Der Vorteil von Wasserkraft: die baulichen Anlagen halten bis zu 100 Jahre, die Maschinen bis zu 50 Jahre. Die Kraftwerke werden trotzdem ständig kontrolliert und gewartet, alle 25 Jahre wird eine Großrevision mit Sanierung und Austausch von Teilen durchgeführt. 2021 ist das beim Speicherkraftwerk Koralpe passiert mit einem neuen Laufrad und einem neuen Generator. Positiver Nebeneffekt: die Leistung ist um 10 Prozent gesteigert worden.



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