René unter Strom

Energie-Effizienz ⚡

Wir klären auf


Wie entwickelt sich die Elektromobilität? Wie funktioniert eine Wärmepumpe? Warum ist Energie-Effizienz so wichtig? Diese Fragen klären wir gemeinsam mit der Kelag. Antenne Kärnten-Reporter René Detomaso holt Vordenker, Umsteiger und Fachleute vor den Vorhang und das gelbe Mikrofon.

„Bei der Elektromobilität haben wir noch großen Nachholbedarf“


Das sagt Manfred Freitag, Sprecher des Kelag-Vorstands. Rund 3.300 Elektroautos gibt es bei uns in Kärnten, die Zahl könnte in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. In der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts sollte ein E-Auto gleich teuer oder sogar günstiger sein als ein Fahrzeug mit Diesel- oder Benzinmotor und durch verbesserte Ausstattung und Batterien noch effizienter.


„300 Kilometer Reichweite sind heute bei vielen Fahrzeugen realistisch“


Fast jede Automarke bietet mittlerweile schon ein elektrisches Modell an – zum Beispiel vom Fiat 500 e, über den VW ID.3 bis hin zum BMW i3, Audi e-tron und der Tesla-Flotte. Was alle Elektrofahrzeuge gemeinsam haben: im Stadtverkehr verbraucht man am wenigsten Akku, da ist die Effizienz am größten, erklärt Produktentwickler Daniel Leeb von der Kelag.

„IN 5 MINUTEN 100 KILOMETER REICHWEITE NACHLADEN“

Kritikpunkt Nummer 1 bei Elektroautos war bis jetzt immer die angeblich schwache Reichweite. Mittlerweile sind 300 Kilometer fast schon Standard, für längere Strecken stehen österreichweit knapp 9.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung. 80 Prozent der Ladevorgänge finden daheim oder am Arbeitsplatz statt - was dafür notwendig ist, zeigt Produktentwickler Daniel Leeb von der Kelag.



„Der Markt wird es verlangen“


Die Entwicklung zeigt: 2018 hat es in Österreich noch knapp 21.000 E-Autos gegeben, derzeit sind es schon rund 65.000 und rund jedes zehnte neu zugelassene Fahrzeug ist rein elektrisch. Diese neue Zielgruppe will auch Sigi Moerisch bedienen, er betreibt das Hotel „Das Moerisch“ in Tangern hoch über Seeboden am Millstätter See und hat dort Ladestationen für Elektroautos errichtet.


 „Die Wärmepumpe spart 75 Prozent der verbrauchten Energie gegenüber einer Ölheizung ein“


Das rechnet Kelag-Vorstand Danny Güthlein vor. Noch im Jahr 2019 ist nicht einmal die Hälfte des Wärmeverbrauchs durch erneuerbare Energie erzeugt worden, das wird sich in den nächsten Jahren deutlich ändern. Rund 60.000 Ölheizungen gibt es noch in Kärnten, bis spätestens 2035 müssen alle raus und schon ab nächstem Jahr wird das Öl zusätzlich mit CO2-Steuern belastet. Eine Alternative ist die Wärmepumpe.


„Wie ein umgekehrter Kühlschrank“


316 Terrawattstunden Energie sind 2019 in Österreich verbraucht worden. Was kaum jemand weiß: der Anteil der fossilen Energie, also mit Öl, Gas und Kohle hat noch immer 65 Prozent am gesamten Energieverbrauch ausgemacht. Eines der beliebtesten Heizsysteme bei Häuslbauern und Sanierern ist derzeit die Wärmepumpe. Experte Gregor Zweiner klärt auf: 15.000 bis 20.000 Euro kostet eine Wärmepumpe im Neubau, bei der Sanierung je nach Hausgröße zwischen 20.000 und 30.000 Euro – es gibt aber bei einer Umrüstung eine Förderung von bis zu 11.000 Euro.


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