DER ZAHLTISCH IM ZIRKNITZAL

Lost Places in Kärnten

LOST PLACES IN KÄRNTEN


Außergewöhnliche Ausflugstipps und Entdeckungsreisen mit den Buchautoren Georg Lux und Helmuth Weichselbraun. Diesmal geht’s zum Zahltisch im Großen Zirknitztal. 

Das Kärntner Mölltal war vom 14. bis zu Beginn des 17. Jahrhundert ein wahrscheinlich europaweit einzigartiger Hotspot in Sachen Bergbau. Hier grassierte der Goldrausch! Zu Spitzenzeiten waren bis zu 3500 Menschen mit der Suche nach Gold und Silber sowie dem Abbau der Erze und deren Verarbeitung beschäftigt. Es gab mehrere hunderte Bergwerke. Mitte des 16. Jahrhunderts wurden in Innerösterreich, also in den damaligen Herzogtümern Steiermark, Kärnten, Krain und in den habsburgischen Besitzungen an der oberen Adria, jährlich rund 120 Kilogramm Gold gewonnen. Ein Großteil davon kam aus dem Mölltal.


Davon zeugt bis heute im Großen Zirknitztal der sogenannte Zahltisch. An diesem flachen Felsblock wurden im Spätmittelalter die Bergleute für ihre harte Arbeit entlohnt. Er liegt unmittelbar am gut beschilderten Tauerngoldweg Großes ZirknitztalAusgangspunkt der Wanderung dorthin ist der Nationalpark-Parkplatz Großes Zirknitztal nordöstlich von Großkirchheim. Der Rundweg ist 8,8 Kilometer lang, die Gehzeit beträgt 4 bis 5 Stunden. Bis zum Zahltisch sind es knapp 2 Stunden. In unmittelbarer Nähe befinden sich auf der nördlichen Talseite der verbrochene Grasleitnstollen und die Ruinen alter Bergwerksanlagen.



Mehr Lost Places findet ihr auf der Facebookseite der Autoren  und in den Büchern der beiden:

Vergessen & verdrängt – Dark Places im Alpen-Adria-Raum 

Vergessene Paradiese – Entdeckungen, Ausflüge, Abenteuer im Alpen-Adria-Raum 

Verfallen & vergessen – Lost Places in der Alpen-Adria-Region

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