Datenschutz ist ein Supergau!

Ein Datenschützer zum Corona Impfpass

Ab Juni soll jeder von uns der das will einen elektronischen Grünen Pass haben. 

Darin steht ob wir schon Corona hatten, geimpft oder getestet sind und er soll das Reisen erleichtern. Der Datenschutzexperte Thorsten Jost bezeichnet das im Antenne Kärnten Interview als datenschutzrechtlichen Supergau.


Das Interview zum Nachhören



Noch wissen wir nicht genau wie der Pass ausschaut. Im Gespräch ist ja ein QR-Code zum Ausdrucken und auch eine App. Bei einer App gibt es ja immer die Frage nach dem Datenschutz und wer darauf zugreifen kann.

Der Pass darf kein Schnellschuss werden. Sowas kann nicht in ein paar Tagen oder Wochen programmiert werden. Normalerweise bräuchte sowas ein paar Monate oder sogar Jahre um das "ordentlich" zu programmieren.

Unklar ist auch noch wie die Länder unsere Daten untereinander ausstauschen und welche Daten das sind.

Werden auf dem Grünen Pass unsere Daten gespeichert, könnte jemand nachvollziehen wo wir waren. Eine Option ist ja, dass er über die E Card und Elga (elektronische Gesundheitsakte) funktioniert. Können wir den Pass dann bei Reisen oder auch beim Friseur oder im Gasthaus nutzen, könnten Daten über unseren Aufenthalt gespeichert werden, die jemand anderes dann wieder anschauen kann.

Es geht hier um die Bearbeitung von gesundheitsbezogenen Daten. Das sind sehr sensible Daten und die dürfen auf keinen Fall "einfach so" weitergegeben werden.

Es gilt natürlich immer vorher abzuwiegen welchen Nutzen und welches Risiko etwas hat. Beim Grünen Pass ist das laut Jost nicht ausgewogen. Er sieht als einzigen Nutzen, dass er eben mehr Freiheiten bringen könnte. Die Risikien liegen ganz klar beim Datenschutz.

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