Das Totengedenken in Bleiburg

APA/EXPA/HOEHER

Alle Infos zum Loibacher Feld

Jährlich findet am Loibacher Feld eine Gedenkfeier für kroatische Kriegsopfer statt. Die Feier wird am 12. Mai vom Verein"Bleiburger Ehrenzug" und der Katholischen Kirche Kroatiens veranstaltet auf der dieses Jahr wieder um die bis zu 15.000 Besucher (hauptsächlich aus Kroatien) erwartet werden. 

Hintergrund der feier: Was geschah im Mai 1945?

Der Hintergrund der Gedenkfeier ist die "Tragödie von Bleiburg": kroatische, slowenische Kampfverbände aus mehreren Ländern (unter anderem Kroatien und Slowenien) und auch Zivilisten sind vor den kommunistischen Truppen Jugoslawiens nach Österreich geflüchtet. Sie wollten sich den britischen Truppen ergeben, doch sie wurden als Kriegsgefangene an die jugoslawische Volksarmee ausgeliefert.

1.000 wehrlose Zivilisten sollen in nur zwei Wochen von den kommunistischen Tito-Partisanen (eine Volksbefreiungsarmee) ermordet worden sein. Insgesamt geht man von einer fünfstelligen Zahl aus. 

Das sagen Kritiker

Es gibt viele Kritiker der Gedenkfeier. Sie sehen das Treffen eher als Faschisten- und Nazitreffen. Über 2.100 Menschen fordern jetzt in der „Initiative gegen Ustaša- & Nazi-Treffen in Kärnten/Koroška“ ein Verbot. 

Kann man die Gedenkfeier verbieten?

Die Feier findet auf einem Privatgelände statt und sie ist eine kirchliche Veranstaltung - deshalb kann aufgrund der aktuellen Gesetzeslage das Treffen nicht einfach verboten werden.

Was ist dieses Jahr anders?

Dieses Jahr wird es erstmals keine politischen Ansprachen geben und auch ein Alkoholverbot wurde vom Veranstalter ausgesprochen. Die Polizei hat angekündigt sehr genau darauf zu achten, dass diese Vorschriften auch eingehalten werden.

Medien

Tags

Sponsoren