Das beste Sonnenschutzmittel

Sonnenschutzmythen aufgeklärt

Ein gutes Sonnenschutzmittel hält den ausgelobten Schutzfaktor ein und versorgt zusätzlich die von UV-Strahlung, Sand und Wasser ohnehin strapazierte Haut mit Feuchtigkeit, meinen die Experten vom Verein für Konsumenteninformation (VKI). Sieger des jedes Jahr durchgeführten Tests ist einmal mehr eine Eigenmarke.

Untersucht wurden acht Produkte mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 und sechs mit Faktor 50

Die Sundance Sonnenmilch von dm mit Faktor 30 hatte knapp die Nase vorn. 100 Milliliter des "sehr guten" Erzeugnisses kosten 1,73 Euro. Unmittelbar dahinter und als "gut" bewertet landeten in dieser Kategorie die Sun Schutz & Pflege Sonnenmilch von Nivea und die Sun Sensitive Delicate Softening Milk von Lancaster. (Vor einem Jahr schon hatten mehrere Eigenmarken Bestnoten eingefahren, Cien Sun von Lidl, Today von Penny und Rewe sowie Sunkiss von Spar sind weiterhin erhältlich.)

Bei den 50er-Faktor-Erzeugnissen wurden die Mittel von Jean & Len (Sonnenspray Sensitiv, 100 Milliliter kosten 5,18 Euro) und Müller (Lavozon, 100 ml a 1,98 Euro) mit "sehr gut" bewertet. Zwei Präparate, die den Schutzfaktor laut den Konsumentenschützern nicht einhalten, wurden als "nicht zufriedenstellend" eingestuft, darunter die Sun Sonnencreme von Speick, die mit 10,39 Euro für 100 Milliliter zu den teuersten zählte, sowie ein Spray von Rituals.

Manche UV-Filter stehen im Verdacht, endokrin wirksam zu sein:

Sie können womöglich die Aktivität von Hormonen beeinflussen. Ein solcher Stoff ist Ethylhexyl Methoxycinnamate, der in zwei Produkten steckte. Mitte Mai veröffentlichte die Europäische Kommission zwei Listen mit jeweils 14 weiteren Stoffen, bei denen eine endokrine Wirksamkeit vermutet wird. Ob sie tatsächlich schädlich sind, ist auch hier noch unklar. In Nivea und den beiden Naturkosmetika Alverde und Lavera, die auf chemische UV-Filter ganz verzichten, fand sich keine dieser 28 Substanzen. "Alle anderen Produkte im diesjährigen Sonnenschutzmittel-Test enthalten einen oder mehrere dieser Stoffe", berichteten die Konsumentenschützer.

Sonnenlicht ist wichtig, weil es die Vitamin-D-Synthese der Haut anregt. Es wird aber zur Gefahr, wenn wir zu viel davon abbekommen. Die langwellige UVA-Strahlung lässt die Haut altern, verursacht Irritationen und fördert die Entstehung von Hautkrebs. Zu viel UVB-Strahlung macht Sonnenbrand und erhöht ebenfalls die Krebsgefahr.

Sonnenschutz-mythen


Mythos 1 - Unter dem Sonnenschirm bekomme ich keinen Sonnenbrand

Falsch! Sonnenschirme spenden dir zwar Schatten, lassen die UV-Strahlen aber trotzdem durch. Du solltest dich auch, wenn du unter einem Sonnenschirm liegst eincremen.

Mythos 2 - Im Schatten bekomme ich keinen Sonnenbrand
Stimmt nicht. Selbst an bewölkten Tagen gelangen immer noch bis zu 50% der UV-Strahlen auf die Haut.

Mythos 3 - T-Shirts halten die Sonne vom Körper ab
Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass ein T-Shirt vor Sonnenstrahlen schützt, weil kein Licht durch den Stoff dringt. Tatsächlich lässt ein einfaches, helles – vielleicht sogar noch nasses – Shirt die Sonnenstrahlen nahezu ungefiltert durch.

Mythos 4 - Autoscheiben schützen vor UV-Strahlen
Teils-teils:  Vor UV-B-Strahlung bist du im Auto gut geschützt. Darum bekommst du im  Auto keinen Sonnenbrand. Seitenscheiben lassen aber die UV-A-Strahlung  fast ungehindert durch. Die verursacht vorzeitige Hautalterung und im  schlimmsten Fall Hautkrebs. D.h. bei langen Autofahrten an langärmelige  Kleidung denken.

Mythos 5 - Im Wasser bekommen wir schneller einen Sonnenbrand
Stimmt. Die UV-B-Strahlen gefährden unsere Haut im Wasser, da ihre Kraft bis kurz unter die Wasseroberfläche reicht. Auf dem Wasser, zum Beispiel auf der Luftmatratze, oder am Wasser im Liegestuhl vervielfacht sich die UV-Strahlung durch Reflektionen sogar noch.

Mythos 6 - Wasserfeste Sonnencreme brauch ich nicht nachschmieren
Wenn  eine Sonnencreme wasserfest ist, heisst es, dass ich damit auch ins  Wasser gehen kann und auch im Wasser vor Sonnenbrand geschützt bin.  ABER: Nach dem Baden heißt es auf alle Fälle nachschmieren. Durch das  Wasser, die Bewegungen, Schwitzen und das Abtrocknen wird der Sonnenschutz abgetragen und muss erneuert werden.

Tags

Sponsoren