Checkliste Mietwagen im Urlaub

Wir helfen dir beim Geldsparen

Diese Checkliste unterstützt dich, bereits bei der Buchung Kostenfallen zu vermeiden. Von zu Hause aus kannst du:


MIETPREISE VERGLEICHEN



entweder per Internet oder im Reisebüro, denn die Preisunterschiede sind teils enorm. Bei der Anmietung eines Fahrzeugs muss eine Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers vorgelegt werden. Der Name des Mieters/Hauptfahrers und des Kreditkarteninhabers muss der gleiche sein wie der auf dem Mietwagengutschein/Voucher.


EXTRAKOSTEN VERGLEICHEN



Willst du einen Kindersitz, ein Navi, Winterreifen oder einen Dachgepäckträger, dann musst du oft tiefer in die Tasche greifen. Auch für das Zustellen und Abholen des Mietwagens oder die Einwegmiete (d.h. die Rückgabe des Mietwagens an einem anderen Ort) können zusätzliche Kosten anfallen. Etwas teurer kann es auch werden, wenn du jünger als 25 Jahre bist , Auslandsfahrten planst oder noch andere Personen ans Steuer lassen möchtest. Achtung auch auf Kilometerbegrenzungen, die weitere Kosten verursachen.


GESCHÄFTSBEDINGUNGEN EINSEHEN
UND BEI UNKLARHEITEN NACHFRAGEN



Es ist von Vorteil, wenn du einen heimischen Vertragspartner hast, sodass etwaige Streitfälle im Heimatland verhandelt werden können. Manche Anbieter verleihen nicht oder nur gegen eine zusätzliche Gebühr an jüngere/ältere Lenker! Hier lohnt sich ein Vergleich!


VERSICHERUNGSSCHUTZ PRÜFEN



Ist nur Haftpflicht inbegriffen oder auch eine Vollkaskoversicherung?
Bei der Haftpflichtversicherung kommt es darauf an, wie hoch die Deckungssumme ist, d. h. der Höchstbetrag, den die Versicherung für von dir verursachte Schäden bezahlt. Reicht diese Summe nicht, haften du mit deinem Privatvermögen. Der ÖAMTC empfiehlt, einen Mietwagen nur dann anzumieten, wenn für diesen eine Haftpflichtdeckungssumme von mind. zwei Millionen Euro oder mehr besteht.

Eine Vollkaskoversicherung für einen Mietwagen ist generell zu empfehlen. Wer sich bereits zu Hause absichert, lässt sich vor Ort keine unverständlichen Versicherungen mehr aufschwatzen. Vorsicht vor harmlosem Ankreuzen einer unverständlichen Abkürzung (Zusatzkosten). Die Mitnahme des Fahrzeuges in manche Regionen, Länder oder auf Fähren kann untersagt sein und den Versicherungsschutz unterbrechen. Eine Rechtsschutzversicherung erleichtert im Streitfall die Rechtsdurchsetzung.


Dein hilfreiches MIETWAGENLEXIKON



Additional Authorized Driver: Weiterer eingetragener Fahrer
Airport Service Charge: Flughafen-Servicegebühr
Car Rental Return: Ort der Rückgabe des Mietwagens
(z.B. Beschilderung am Flughafen)
Drop-off charge: Rückgabegebühr
Extended Protection: Erhöhte Deckungssumme bei Haftpflichtversicherung
International Driving Permit: Internationaler Führerschein
One-way: Einwegmiete
Pick-up: Anmietort, Abholungszeitraum
Rental Agreement: Leihwagen-Mietvertrag
Unlimited mileage: Unbegrenzte Kilometernutzung

Tipp: Im Vorfeld unbedingt bei deiner gewählten Mietwagenfirma
erkundigen, welche Dokumente (nationaler oder Internationaler
Führerschein) benötigt werden.


Auch bei der Fahrzeugübernahme ist einiges zu beachten:


Mietvertrag erhalten? Erwünschte Versicherungsleistungen dokumentiert? Unbedingt beachten: Schäden am Unterboden, an den Reifen, an Glas oder Dach sind nach den Versicherungsklauseln oft nicht gedeckt. Das Befahren von unbefestigten Straßen ist oft verboten.


ALLE PREISE UND EXTRAKOSTEN (ZWEITER
FAHRER, KINDERSITZ...) EINDEUTIG AUFGESCHLÜSSELT?



Bearbeitungsgebühren sind unüblich. Im Mietpreis sollten Mehrwertsteuer und unübersichtliche Sondersteuern bereits enthalten sein – am besten schriftlich bestätigen lassen. Reinigungskosten können extra anfallen, sollten aber inklusive sein.


MAUT- UND MITFÜHRPFLICHTEN GEKLÄRT?



In einigen Ländern Europas werden Mautgebühren nur noch elektronisch mit Erfassung über das Kennzeichen bezahlt. Kläre rechtzeitig mit deinem Vermieter, wie die Bezahlung erfolgen soll und welche Zusatzgebühren dafür anfallen können. Das Fahrzeug sollte entsprechend der örtlichen Mitführpflichten ausgestattet sein z.B. Erste-Hilfe-Set, Warndreieck, Warnweste.


SCHADENKONTROLLE NEBST DOKUMENTATION
BEI ABHOLUNG UND RÜCKGABE?



Grundsätzlich sollte jeder Mieter vor Fahrtantritt durch einen Rundgang ums Auto den technischen Zustand des Fahrzeugs selbst überprüfen. Vor allem auf abgefahrene Reifen, mangelhafte Bremsen, Licht, Blech- oder Lackschäden ist zu achten. Selbst geringfügige Kratzer und kleinere Mängel sollte man sich vom Vermieter schriftlich bestätigen lassen.


FAHRZEUGCHECK - Auf das ist zu achten:



Keine Kratzer, Dellen, sonstige Schäden?
Reifenflanken, Laufflächen, Profil, Felgen in Ordnung?
Richtige, saisonale Bereifung vorhanden (Sommer- bzw. Winterreifen)?
Fahrzeugpapiere (Zulassungsschein und Bedienungsanleitung)
vorhanden?
Bordwerkzeug, Reserverad vorhanden?
Scheibenwischer, Spritzdüsen in Ordnung?
Fahrlicht, Blinker, Bremslicht und Hupe in Ordnung?
Klimaanlage, Lüftung, Gebläse in Ordnung?
Außenspiegel, Fensterheber, Sitze verstellbar?
Sicherheitsgurte intakt?

ZEIT UND ORT DER RÜCKGABE KLÄREN!


Nur im äußersten Notfall sollte das Fahrzeug durch Einwerfen von Schlüssel und Papieren in einen Postkasten retourniert werden. Bei der Rückgabe sollte man sich die unfallfreie und ordnungsgemäße Rückgabe des Fahrzeugs bestätigen lassen.


Hier noch ein paar VERSICHERUNGSKÜRZEL



ALI (Additional Liability Insurance), LIS (Liability Insurance
Supplement): Pauschale Erhöhung der Haftpflicht-Deckungssumme
CDW (Collision Damage Waiver): Vollkaskoversicherung mit
Haftungsreduzierung, aber nicht automatisch mit Haftungsbefreiung
(von Land zu Land verschieden)
LDW (Loss Damage Waiver): Vollkaskoversicherung mit Haftungsbefreiung
für Schäden am Mietwagen, auch bei Diebstahl und
Vandalismus
PAI (Personal Accident Insurance): Insassenversicherung bei
Verletzung oder Tod
PEP (Personal Effects Protection), PEC (Personal Effects
Coverage): Gepäckversicherung
PERSPRO/CCP (Carefree Personal Protection): Personen- und
Gepäckversicherung, zusätzlich Deckung für einige Arztnotfalldienste
SCDW (Super Collision Damage Waiver): Vollkaskoversicherung mit
besonders niedriger oder völlig ohne Selbstbeteiligung
STP (Super Theft Protection): Diebstahlversicherung mit besonders
niedriger oder völlig ohne Selbstbeteiligung
TP (Theft Protection): Diebstahlversicherung, häufig mit Selbstbeteiligung
UMP (Uninsured Motorist Protection): Zusatzversicherung bei
Verletzung oder Tod durch unterversicherte/flüchtige Unfallgegner

Quelle: ÖAMTC