Arbeitsrecht im Homeoffice

Was du wissen solltest

Wie ist das jetzt genau mit dem Arbeitsrecht im Homeoffice?

Nach wie vor sind viele Kärntner im Homeoffice. Einige schon seit März. Andere werden seit den neuerlich steigenden Zahlen an Neuinfektionen wieder an den "zuhause-Arbeitsplatz" geschickt. Einvernehmlich versteht sich! Oder kann der Dienstgeber alleine darüber entscheiden? Und wie ist das mit dem Dienstvertrag? Gilt der in der "vor-Corona-Version" auch für die Homeoffice-Variante? Sollte da ein schriftlicher Zusatz gemacht werden? Antworten darauf haben wir uns für Dich von Wolfram Lechner,  Experte der Arbeiterkammer Kärnten, geholt.

Faktencheck

Wer kann über "Homeoffice" entscheiden?
Ist die Ausstattung am Homeoffice-Arbeitsplatz gesetzlich geregelt?
Darf eine Homeoffice-Vereinbarung einseitig beendet werden?
Ist Homeoffice steuerlich absetzbar?
Voraussetzung dafür ist das beiderseitige Einvernehmen zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer
Nein. Tele-Arbeitsplätze sind vom Dienstgeber aber nach neuestem Stand der Technik auch im Homeoffice einzurichten
Nein
Ja, aber die arbeitsrechtliche Nutzung muss mit mind. 60% gegenüber der privaten überwiegen

HÄUFIGE FRAGEN

Arbeitszeit
Kontrolle durch den Chef
Unfall
Gesetzlich ist die Arbeitszeit im Homeoffice nicht geregelt. Um auf Nummer sicher zu gehen sollte im Zweifel eine Vereinbarung zwischen Dienstgeber und dem Dienstnehmer abgeschlossen werden, um das zeitliche Ausmaß festzulegen.
Mitschrift der Dienstzeiten: ja

Teilnahme an Videokonferenzen: ja

Kontrolle durch Webcams & Co.: nein
Ist ein Sturz auf dem Weg zum WC im Homeoffice ein Dienst- oder ein Freizeit-Unfall? Für die Dauer der Corona-Krise hat sich die Bundesregierung auf den "Dienst-Unfall" festgelegt.


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