Andere Länder - Andere Sitten

Diese Verkehrsregeln gelten im Ausland

Was ist erlaubt – Was ist verboten? Wir klären auf, auf was du bei deiner Reise ins Ausland achten solltest.

UNGARN


In UNGARN wurde seit Beginn 2019 das gebührenpflichtige Straßennetz erweitert und die Kontrollen verschärft. Das heißt, dass nun der ungarische Autobahnabschnitt direkt nach der österreichischen Grenze dauerhaft elektronisch kontrolliert wird, wo es bis dato nur unregelmäßige mobile Kontrollen gab.

Neu ist auch, dass wenn man irrtümlich ohne Vignette auf eine gebührenpflichtige ungarische Straße auffährt, man genau 60 Minuten Zeit hat, die Straßengebühr an einer der Verkaufsstellen oder online nachzuzahlen. 

Beim Kauf einer Vignette sollte man vor allem auf die richtige Schreibweise achten, denn es kommt immer wieder zu Fehlern bei der Eingabe des Kennzeichens oder des Länderkürzels und verantwortlich für die richtige Eintragung ist der Käufer der Vignette. Daher sollte die Schreibweise vor dem Bezahlen – also am besten zweimal – kontrolliert werden. Für eine Änderung der Daten nach dem Kaufabschluss wird dann nämlich eine Gebühr von 5 Euro einkassiert. Der Beleg sollte mindestens zwei Jahre lang lichtgeschützt aufbewahren werden oder abfotografieren werden, da er leicht ausbleicht und so die Beweisbarkeit  innerhalb der Verjährungsfrist von zwei Jahren erschwert.


SLOWENIEN


In SLOWENIEN sollte man seinen Bleifuß zu Hause lassen, denn der Bußgeldkatalog weißt dort hohe Bußgeldsätze auf. 20 km/h zu schnell kosten mindestens 80 EUR, fährt man über 50 km/h zu schnell muss man schon mindestens 500 EUR zahlen – bei einer Verkehrskontrolle sollte man auch auf keinem Fall unaufgefordert aus dem Auto steigen, denn das kann zu hohen Strafen führen. 

Wer nicht angegurtet ist oder beim Autofahren mit dem Handy telefoniert, muss mit jeweils 120 EUR Strafe rechnen und bei Rotlicht über die Ampel fahren kostet 300 EUR. 

Hierbei sollte man aber wissen, dass slowenische Ampeln nicht grün blinken, sondern gleich auf gelb umspringen und im Gegensatz zu österreichischen Regeln darf in Slowenien bei Gelblicht nicht mehr in die Kreuzung eingefahren werden und wird bestraft.


KROATIEN


Bei einem KROATIEN Urlaub sollte man sehr vorsichtig sein, wo man parkt, denn es gibt kaum kostenlose Parkplätze. 

Sollte vom Hotel angegeben werden, dass vor dem Hotel geparkt werden kann, ist es auf jeden Fall empfehlenswert sich trotzdem zu versichern ob stimmt. Das heißt man schaut sich nach entsprechenden Verkehrstafeln oder vielleicht sogar Strafzettel auf bereits parkenden Fahrzeugen um.

Wenn ein Parkticket gekauft wurde, legt man es gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe und fotografiert es. Zusätzlich macht man noch je ein Foto von der Front- und ein Foto von der Hecksicht des Fahrzeuges als Beweismittel. Da die Strafen erst nach 5 Jahren verjähren, empfehlen wir die Parktickets und Fotos 5 Jahre aufzubewahren.

Für Personen mit Behindertenausweise ist es sehr wichtig zu wissen, dass diese Ausweise in Kroatien nicht die gleiche Geltung haben wie in Österreich, sondern dort ausschließlich auf den gekennzeichneten Behindertenparkplätzen kostenlos geparkt werden darf. Selbstverständlich ist der entsprechende Ausweis gut ersichtlich hinter die Windschutzscheibe zu legen. 

 

ITALIEN


Seit Ende 2018 gilt in Italien ein neues Sicherheitsdekret das besagt, wer länger als 60 Tage in Italien lebt, darf kein Auto mit ausländischem, also z.B. österreichischem Kennzeichen lenken. Es droht eine Strafe von mindestens 700 Euro und die Beschlagnahmung des Fahrzeugs. Davon sind Österreicher dann betroffen wenn sie zB. ihren Wohnsitz nach Italien verlegt haben, aus beruflichen Gründen ihren gewöhnlichen Aufenthalt, also länger als 180 Tage in Italien sind oder in Italien studieren und dann dort ein in Österreich angemeldete Fahrzeug benutzen. Für Touristen, Langzeiturlauber und Ferienhausbesitzer gilt das Gesetz nicht.

Wenn man mit dem Auto in Italien unterwegs ist, wie etwa Florenz, Triest, Verona, Pisa oder Mailand, sollte man besonders auf die Fahrverbote in den Innenstädten achten. Denn fährt man ohne eines spezielle Sondergenehmigung in eine sogenannte „zona traffico limitato“ (ZTL) ein, muss man für jedes Ein- oder Ausfahren jeweils mit einer Geldstrafe in Höhe von 80 Euro rechnen. Stellt man sein Auto in dieser Zone ab, droht zusätzlich eine Strafe für unerlaubtes Parken. In den meisten Städten werden die einfahrenden Fahrzeuge durch Überwachungskameras erfasst und automatisch überprüft, ob für das entsprechende Kennzeichen eine Einfahrtsgenehmigung vorliegt oder nicht. Man sollte vorab klären, ob das gebuchte Hotel in einer solchen Verbotszone liegt. Denn wenn das der Fall ist, kann man das Hotel bitten eine entsprechende Einfahrtsgenehmigung zu besorgen. Das gleiche gilt für Mietwägen, auch da sollte vorab mit der Mietwagenfirma geklärt werden, ob für den Mietwagen eine Sondergenehmigung für das Befahren der ZTL besteht.

Die bekannten Kreisverkehrsregeln muss man in Italien umlernen, denn wenn die Vorfahrt bei einem Kreisverkehr nicht ausdrücklich durch Straßenschilder geregelt ist, haben Autofahrer die in den Kreisverkehr hineinfahren möchten die Vorfahrt. Das wird aber nicht von allen Verkehrsteilnehmern beachtet, deshalb in italienischen Kreisverkehren einfach eher vorsichtig und defensiv fahren.

Wichtig ist auch, dass italienische Strafzettel auf keinen Fall ignoriert werden sollten. Denn offene Strafen können zwangsweise eingetrieben werden. Vor allem bei der nächsten Reise nach Italien kann es immer zu Problemen kommen.

Wenn jemand trotz aller Vorsicht nach seiner Rückkehr ungerechtfertigte Zahlungsaufforderungen aus Ungarn, Italien, Slowenien oder Kroatien erhält, kann er sich sehr gerne an die ÖAMTC-Rechtsberatung am Stützpunkt in Klagenfurt wenden. 


Licht am Tag im Ausland


In Österreich sind die Autofahrer nicht verpflichtet bei guten Sichtbedingungen das Abblendlicht auch tagsüber einzuschalten. 

Aber in den meisten anderen europäischen Ländern gilt "Licht am Tag" verpflichtend das ganze Jahr über und unabhängig von den Sichtverhältnissen.

Zum Beispiel in Bulgarien, der Schweiz, Slowenien und Tschechien muss das Abblendlicht auch tagsüber eingeschaltet sein und zwar auf allen Straßen.

In Italien und Ungarn gilt die Lichtplicht auch ganzjährig, doch nur außerhalb von Ortschaften und auf Autobahnen. 

In Kroatien besteht die Lichtpflicht tagsüber nur im Winter und zwar vom letzten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag im März.

In Deutschland und Frankreich ist die "Licht am Tag"-Regel nicht gesetzlich vorgeschrieben – es gibt jedoch die Empfehlung, auf allen Straßen ganzjährig auch tagsüber das Licht einzuschalten.

Bei einem Verstoß gegen die Lichtfahrpflicht drohen in den umliegenden Nachbarsländern Strafen  ab 40 EUR und in den nördlicheren Ländern sogar Strafen bis zu 100 EUR.

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