Alles zum Schulstart im Mai

Hier bekommst du alle Infos

🔴 Update von Samstag | 13.00

Zu Mittag hat Bildungsminister Heinz Faßmann Neuigkeiten verkündet. Hier findet ihr alle Infos zusammengefasst:


🔴 STAND FREITAG NACHMITTAG

Nach über einem Monat "Corona-Pause" sollen die österreichischen Schulen im Mai etappenweise also wieder öffnen. Das bringt für Schüler, Eltern aber auch Lehrer eine neue Herausforderung.

Wir haben mit dem Kärntner Bildungsdirektor Robert Klinglmair über die neuen Regelungen gesprochen:


Wie soll die etappenweise Öffnung aussehen?

Ab 4. Mai beginnen ja bekanntlich die Maturaklassen mit dem Abschluss der 8. Klasse und der Matura-Vorbereitung.

Ab 15. Mai startet dann auch der Schulbetrieb für Unterstufen, also Volksschulen, Mittelschulen, AHS-Unterstufen, Sonderschulen und Deutsch-Förderklassen. Am 15. Mai wird eine Lehrerkonferenz stattfinden, ab 18. Mai beginnt dann der Unterricht.

Ab 29. Mai starten dann auch die Oberstufen in den Unterricht.

Wie läuft der "Schicht-Betrieb" in den Klassen ab?

Die Klassen werden in 2 Gruppen geteilt - Gruppe A und B. 

Damit sich die Schüler nicht unnötig in die Quere kommen, startet Gruppe A in der ersten Woche mit Unterricht am Montag, Dienstag und Mittwoch. Gruppe B am Donnerstag und Freitag. In der zweiten Woche ist das ganze dann Umgekehrt - also Gruppe B von Montag - Mittwoch, Gruppe A Donnerstag und Freitag. So war jede Gruppe nach zwei Wochen für fünf Tage in der Schule.

Welche Gegenstände werden unterrichtet?

Es gibt keinen Nachmittagsunterricht, das heißt in Volksschulen endet der Unterricht zu Mittag, in höheren Klassen spätestens um 14 Uhr.

Die Stundenpläne bleiben großteils gleich - das Hauptaugenmerk wird aber auf Rechnen, Lesen und Schreiben gelegt. Fächer wie Turnen und Musik entfallen.

Wird neuer Stoff durchgemacht?

Ja, aber es gibt keine Schularbeiten.

Wie kommen die Noten zustande?

Die Ganzjahres-Note setzt sich zum Großteil aus der Note des ersten Semesters zusammen, dazu wird auch noch das "Home Schooling" gerechnet und die Leistung bis zum 16. März.

Schularbeiten werden keine mehr geschrieben, Schüler die zwischen 2 Noten stehen, können sich aber freiwillig prüfen lassen. 

Was passiert bei einem "Nicht Genügend"?

Wie schon oben erwähnt können sich Schüler bis zum Ende des Semesters freiwillig prüfen lassen, um ihre Note auszubessern.

In Volksschulen wird niemand sitzen bleiben, in höheren Schulen kann mit einem "5er" aufgestiegen werden und das ohne die übliche Nachprüfung. Bei mehreren "Nicht Genügend" gibt es eine Klassenkonferenz.

Welche Hygiene-Maßnahmen gelten in den Schulen?

Dazu wird es einen eigenen Maßnahmen-Katalog der Bildungsdirektion geben. Bisher ist bekannt: Schulen werden regelmäßig desinfiziert und Schüler ab 10 Jahren müssen in der Aula und in der Pause einen Mund-Nasenschutz tragen. Im Unterricht muss keine Schutzmaske getragen werden. Volksschulen sind völlig ausgenommen.

Was ist wenn meine Kinder mit den Großeltern unter einem Dach wohnen?

Für Schüler, die Vorerkrankungen haben, mit Risiko-Patienten in einem Haushalt wohnen oder in der derzeitigen Situation Angst haben in die Schule zu gehen, bekommen eine Freistellung und können weiter "Home Schooling" machen. Dafür müssen sich Eltern bei der Schulleitung melden.

Ähnliches gilt auch für Lehrer die über 60 sind oder Vorerkrankungen haben - die brauchen ein ärztliches Attest.

Wie schaut es mit der Betreuung in Schulen aus?

Bis die Schule beginnt, gibt es das Betreuungsangebot weiterhin wie bisher und auch wenn die Schule dann startet können Schüler an den Tagen an denen sie "frei" haben zur Betreuung in die Schule kommen.

Was ist mit Schulkantinen?

Ob Kantinen und Bibliotheken öffen dürfen, wird erst geklärt.

Öffis und Ansteckungsgefahr?

Klar, sind dann wieder mehr Schüler in Bussen und Zügen unterwegs, der Bildungsdirekor entwarnt aber leicht. Durch die etappenweise Öffnung und die Gruppenteilung würden weniger Schüler als normal aufeinandertreffen. Diesbezüglich würde es aber noch Gespräche mit den Betreibern von öffentlichen Verkehrsmitteln und Personen geben, die im ländlichen Raum Kinder mit Kleinbussen in die Schule bringen.

Was ist mit Kindergärten?

Da hat es den Aufruf von Bildungsminister Heinz Fassmann gegeben, Kindergärten sollen wieder alle Kinder die Betreuung brauchen aufnehmen, nicht nur jene von Eltern die in System-Relevanten Berufen arbeiten, wie es bisher war.

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