Album der Woche

Rea Garvey - "Neon"

REA GARVEY – „Neon“

Ein Album kann eine Reise  sein. Manchmal bedeutet das, fremde Länder und Orte zu besuchen, um das  eigene Zuhause zu finden, über Schatten zu springen, damit aus Fremden  Freunde werden und die Erkenntnis, dass man nicht immer weit hinaus  muss, um weit zu kommen. Von diesem Weg erzählt das neue, 14-Song starke Album „NEON“ von Rea Garvey.  Vielleicht begann die Reise bereits zur Jahrtausendwende, als es den irischen Sänger und Songschreiber aus seiner Heimat nach Deutschland verschlug. Das Resultat: Ein Abenteuertrip, der mit „NEON“ als  mittlerweile viertem Solo-Album für Rea Garvey einen neuen Wegpunkt  verzeichnet. 

Keine Ende in Sicht

Ein Ende ist damit jedoch noch lange nicht in Sicht. Warum auch? Bedeuten die neuen Erfahrungen und vielen verschiedenen Inspirationen immer auch ein Umdenken und Einlenken, ein Umwerfen und Neugestalten. Von „Ankommen“ kann für Rea mit „NEON2 jedenfalls keine Rede sein. Es geht um neue  Wege. Immer in Bewegung bleiben, dem Hunger nach Neuem folgend, es sich nie auf bisher Erreichtem bequem zu machen oder gar in Comfort-Zonen zu versacken – die Grundsätze des Wahlberliners sind seine Lebenseinstellung. Aus diesen Mantras schöpft Rea Garvey auch die Motivation für seine künstlerische Arbeit, immer verbunden mit dem Risiko des grandiosen Scheiterns. 

Heimweh als künstlerischer Antrieb

Auch nach mehr als einer halben Million weltweit verkaufter Einheiten seiner Soloalben, den damit verbundenen vielfachen Auszeichnungen mit  Edelmetall sowie Awards wie dem ECHO oder dem Bambi und restlos ausverkaufter Touren ist „NEON“ ganz bewusst ein Wagnis und ein weiterer entschiedener Schritt ins Unbekannte. Zwei Jahre hat sich Rea für die Arbeiten an dem neuen Album Zeit genommen und hat zum Songwriting Island, Schweden, die USA, Großbritannien und seine irische Heimat bereist. Ein Trip mit überraschender Wendung, wie er heute weiß. „Ich hatte überall das Gefühl, irgendwie fehl am Platze zu  sein. Bisher hat es mich immer in die Ferne gezogen, wenn ich neue Inspirationen brauchte. Diesmal wollte ich unbedingt zurück nach Berlin. Für mich ein merkwürdiger Impuls, den ich in dieser Form noch nie so  stark wahrgenommen habe. Ich lebe ja dort und war mir bisher sicher, dass die Einflüsse für meine Songs von außerhalb kommen müssten.“, so der Mann, der eher mit Menschen, als mit Orten verwurzelt ist. 

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