25 Grad im März

Der erste Sommertag in Kärnten

Kurz vor Ostern geht's nochmal ordentlich rauf mit den Temparaturen. Am Mittwoch (31.3.) haben wir am Nachmittag in St. Andrä im Lavanttal die 25 Grad Marke geknackt und am Donnerstag (1.4.) sind sogar 26 Grad möglich. Das sind also die ersten offiziellen Sommertage in diesem Jahr.

Grund für die "Hitze" ist ein Hochdruckgebiet in Kombi mit der warmen Luft die aus Südwesten kommt. In Zukunft können wir öfter mit solchen Ausreisern rechnen. Das liegt auch an dem Klimawandel. Hitzerekorde werden deshalb immer wahrscheinlicher als Kälterekorde. 

Wie geht’s weiter?

Freitag sind dann max 21 Grad drinnen und dann geht es mit einer Kaltfront aus dem Norden weiter. Also über Ostern und auch am Ostermontag dann 15 Grad. Das entspricht der Jahreszeit.

In diesen Jahren war der März auch richtig heiß


1989: 15 Grad in St. Veit - das war das letzte Mal, dass wir die 25 Grad im März geknackt haben.

2019: 23,5 in Hermagor

2017: 23,8 in Fürnitz

2014: 24,3 St. Andrä im Lavanttal


So warm war der März 2021 österreichweit 

Im März 2021 fielen die für einen Frühlingsmonat typischen Schwankungen relativ kräftig aus. Anfang des Monats wurde es frühlingshaft warm (z.B. 18,6 Grad am 11. März in Feldkirch). Kurz nach der Monatsmitte folgte ein Kaltlufteinbruch, wie er statistisch gesehen alle drei bis fünf Jahre vorkommt. Am 19. März wurde in Ehrwald in Tirol die tiefste Temperatur des Monats unter 1000 Meter Seehöhe gemessen, mit -15,5 Grad. An der Wetterstation Salzburg-Freisaal lagen am 19. März 20 Zentimeter Neuschnee. Das ist hier die zweithöchste 24-Stunden-Neuschneemenge in einem März. Ende des Monats wurde es sehr warm und Wolkersdorf in Niederösterreich verzeichnete am 30. März mit 25,3 Grad den ersten Sommertag des Jahres. Sommertage (Höchstwert von mindestens 25 Grad) im März sind selten und kamen zuletzt in den Jahren 2017, 2016, 2006, 2004, 1990, 1989 und 1977 vor.

MÄRZ SEIT 1960ER-JAHREN UM 2 GRAD WÄRMER

Insgesamt gesehen ist der März 2021 ein gutes Beispiel für die markante Erwärmung in den letzten Jahrzehnten. „Viele Menschen empfanden diesen März als sehr kühl und im Vergleich zum Mittel der letzten 30 Jahre, im Zeitraum 1991 bis 2020, war der März 2021 auch um 0,8 Grad zu kühl“, sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). „Im Vergleich mit einem März der Klimaperiode 1961 bis 1990 war der März 2021 hingegen um 0,5 Grad zu warm. Denn ein durchschnittlicher März ist mittlerweile um rund 2 Grad wärmer als in den 1960er-Jahren.“

SEHR TROCKENER MÄRZ 2021

Der März 2021 war in der österreichweiten Auswertung um 50 Prozent zu trocken. Besonders im Süden Österreichs regnete und schneite es nahezu überhaupt nicht. Zum Beispiel registrierte die ZAMG in den Kärntner Orten Kötschach-Mauthen, Döllach und Obervellach im gesamten Monat nur ein bis zwei Millimeter Niederschlag.

ENTWICKLUNG DER NATUR ENTSPRICHT DEM MITTEL DER LETZTEN JAHRE

Durch das warme Wetter zum Monatsende entfalten jetzt in vielen Regionen die Forsythien ihre gelben Blüten. Damit löst der Erstfrühling, als zweite der drei phänologischen Frühlingsphasen, den Vorfrühling ab. Haselsträucher und Winterling sind verblüht, die Schneeglöckchenblüte hat ihren Höhepunkt überschritten und die Salweide lockt mit ihren gelben Kätzchen die Bienen an. Die tiefroten Blütenknospen (Rotknospenstadium) der Marillen beginnen sich an geschützten Stellen zu öffnen. Die Holundersträucher treiben ihre Blätter aus.

Die aktuelle phänologische Entwicklung im Frühling 2021 ist um etwa eine Woche früher als im Durchschnitt des Zeitraums 1981 bis 2010. Im Vergleich mit den letzten Jahren, die durchwegs sehr warm waren, ist die aktuelle Entwicklung im Mittelfeld und deutlich später als 2020. Die Marillenblüte tritt heuer deutlich später ein als letztes Jahr, wodurch sich das Spätfrostrisiko etwas verringern sollte. Allerdings kann es bis Ende April noch zu Schaden verursachenden Kaltlufteinbrüchen kommen.

Quelle: ZAMG

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