So wahrscheinlich sind Tornados in Österreich

Hurricanes heißen Wirbelstürme in Amerika, im Indischen Ozean heißen sie Zyklon, im Westpazifik Taifun und in Australien Willy-Willy. Wir sagen euch wie sie entstehen und wie es mit Tornados in Österreich aussieht.

Was ist ein Hurricane?

Hurricanes sind im Gebiet des Nordatlantiks auftretende tropische Wirbelstürme. Sie bilden sich im Sommer und Herbst und können sich über Hunderte von Kilometern ausbreiten.  „Irene“ deckte an der nordamerikanischen Atlantikküste sogar eine Fläche von der Größe Europas ab.

Wirbelstürme entstehen im Spätsommer über tropischen Meeren, wenn die Wassertemperatur mindestens 26 Grad Celsius beträgt. Dann verdunsten durch die Sonne unglaubliche Wassermengen über dem aufgeheizten Ozean. Dieser Dampf steigt auf und an der Wasseroberfläche wird Luft nachgesaugt.

So beginnt sich die von den Seiten nachströmende Luft zu drehen. Das Gleiche könnt ihr beobachten, wenn Wasser in einen Abfluss fließt. Es entsteht ein trichterförmiger Wirbel. In der Mitte – dem Auge des Hurricane – ist es vollkommen ruhig. Dieses Auge kann einen Durchmesser von 20 bis 70 Kilometer haben. Um diese Mitte kreisen gewaltige Stürme. Sie können eine Geschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometer erreichen.

Was ist ein Tornado?

 

Im Gegensatz zum Hurricane bildet sich ein Tornado nicht über dem offenen Meer, sondern über dem Festland, im Landesinneren, im weiten flachen Land. Der Tornado ist ein kleinräumiger, aber oft verheerender Wirbelsturm, der bei sehr starker Gewitterlage bis zu 175km/h erreichen kann.
Tornados können auch in Österreich entstehen. Doch meisten fallen sie kleiner aus und dauern nicht sehr lange.

 

Im Großraum Wiener Neustadt gab es seit 1903 übrigens mehrere dokumentierte Tornado-Fälle.

Am 10. Juli 2017 wütete ein großer Tornado, knapp an der Landebahn am Flughafen Wien Schwechat vorbei.

Wie entsteht ein Tornado?

Ein Tornado kann entstehen wenn eine Kaltfront auf heiße Luft triftt. Unter einer großen Gewitterwolke steigt Warmluft spiralförmig nach oben. Dabei werden die Drehbewegungen immer schneller, wie bei der Pirouette eines Eiskunstläufers. Schließlich wird an der Unterseite der Wolke eine Art Schlauch sichtbar, der zur Erde führt. Es entsteht ein Sog und sobald dieser Luftschlauch den Boden berührt, reißt er alles in die Höhe, was ihm in den Weg kommt.

Schwächt der Tornado ab, lässt er alles wieder fallen. Sie sind unberechenbar und gefährlich.

Österreich und seine Stürme

Im Herbst und Winter entstehen über den Bergen Stürme, die zum Teil Spitzengeschwindigkeiten von über 200km/h betragen.

 

Das Sturmtief Paula, das 2008 über Deutschland und Österreich zog, verursachte erhebliche Schäden. Je nach Region erreichte das Sturmtief sogar Orkanstärke.

 

Der Orkan Kyrill beeinträchtigte in weiten Teilen das öffentliche Leben Europas. Die Böen erreichten in Österreich Windgeschwindigkeiten bis zu 207km/h.